Immer mehr Klimaanlagen in deutschen Wohnhäusern – Trend nimmt Fahrt auf

Neue Statistiken zeigen: Kühlanlagen sind bei Neubauten in Deutschland längst kein Exot mehr. Immer öfter werden neue Wohnhäuser mit entsprechender Technik ausgestattet.

heute 08:33 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist schon bemerkenswert: Von den knapp 59.000 neuen Wohngebäuden, die 2025 in Deutschland hochgezogen wurden, hatten immerhin 4,3 Prozent eine Kühlanlage. Im Jahr 2015 lag dieser Anteil noch bei mageren 1,9 Prozent – eine Verdopplung in etwas mehr als einem Jahrzehnt. Hinter diesen nüchternen Zahlen steckt natürlich ein Mix aus Klimawandel, veränderten Wohnansprüchen und technischen Entwicklungen. Was man 'Kühlanlage' nennt, umfasst dabei nicht nur klassische Klimageräte. Beispielsweise können auch abgefahrene Varianten wie sogenannte Deckenkühlungen oder sogar Fußbodenheizungen, die Kunststückchen wie Kühlen und Heizen gleichermaßen beherrschen, gezählt werden. Interessanterweise sind Privatwohnungen nach wie vor ein Nachzügler – in Büroneubauten sieht die Bilanz ganz anders aus: Fast 38 Prozent davon kamen 2025 mit Kühlung daher. Da spielt offenbar der Arbeitsschutz ein Wörtchen mit – verständlich, wer will schon in aufgeheizten Büros sitzen? In Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern oder Forschungslabors sieht die Situation ebenfalls deutlich anders aus als im Wohnungsbau: Hier pendeln die Anteile der Gebäude mit Kühlung zwischen gut einem Drittel und rund 14 Prozent. Besonders wenig ausgestattet: Soziale Einrichtungen wie Kitas oder Pflegeheime. Woran das liegt – Budget, Prioritäten, gesetzliche Vorgaben? Wahrscheinlich eine Mischung von allem.

Der Anteil der neugebauten Wohngebäude mit Kühltechnik wie Klimaanlagen oder Deckenkühlungen hat sich in Deutschland zwischen 2015 und 2025 deutlich erhöht, von 1,9 auf 4,3 Prozent. Im Vergleich zu Bürogebäuden, in denen fast 38 Prozent mit solchen Anlagen ausgestattet wurden, bleibt der private Wohnungsbau aber weit zurück. In öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern oder Schulen bewegen sich die Werte zwischen 14 und 34 Prozent. Experten verweisen darauf, dass der Klimawandel und längere Hitzeperioden einer der Haupttreiber für den steigenden Bedarf an Kühlung sind. Laut aktuellen Medienberichten fordert etwa der Deutsche Mieterbund, dass bei energetischen Sanierungen oder Neubauten stärker auf Hitzeschutz geachtet wird – nicht nur beim Heizen und Dämmen. Die Regierung plant zudem, den Ausbau nachhaltiger Kühltechnologien und passiver Maßnahmen (z.B. Fassadenbegrünung) voranzutreiben.

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