Michael Kovrig, selbst Ex-Diplomat mit bitteren Erfahrungen in chinesischer Haft, warnt scharf vor Chinas ökonomischem Kurs: Deutschlands Wirtschaft stehe auf dem Spiel, weil China den Weltmarkt mit günstigen Waren überschwemmt. Die aktuellen Diskussionen in der EU um Strafzölle spalten deutsche Unternehmen – die einen befürchten, ihren Zugang nach China zu verlieren, die anderen sehen nationale Interessen bedroht. Auffällig ist Kovrigs Metapher: Er vergleicht die Herausforderung durch China mit Klimawandel – nicht mit vorübergehenden Krisen. Aus Recherchen auf taz.de, dw.com und weiteren aktuellen Berichten geht zudem hervor: Auch die Bundesregierung erwägt laut FAZ staatliche Hilfen und strategische Investitionen, um den Industriestandort zu erhalten, während die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass China seinerseits gezielte Gegenmaßnahmen plant – ein knallharter Wirtschaftskonflikt deutet sich an. Neu hinzugekommen ist, dass auch in Brüssel Diskussionen über eine Vereinheitlichung der EU-Strategie hochkochen, da Uneinigkeit zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten das europäische Vorgehen erschwert. Experten sehen neben kurzfristigen Herausforderungen vor allem struktureller Art wachsende Problemfelder – etwa beim Zugang zu kritischer Infrastruktur und Technologie.
27.12.25 08:33 Uhr