Clueso schnappt sich zum vierten Mal die Chart-Krone

Schon wieder ganz oben: Mit "Deja Vu 1/2" führt Clueso erneut die deutschen Album-Charts an und verweist internationale Größen wie Gorillaz und Bruno Mars auf die Plätze.

heute 15:51 Uhr | 4 mal gelesen

Laut GfK Entertainment, die jeden Freitag die offiziellen deutschen Charts ermitteln, hat Clueso mit dem ersten Teil seines neuen Doppelalbums die Konkurrenz hinter sich gelassen. Überraschend: Er setzt sich nicht nur gegen die ikonische Cartoon-Band Gorillaz ("The Mountain" auf Platz zwei), sondern auch gegen Bruno Mars ("The Romantic", dritter Rang) und die energiegeladene Girlgroup Blackpink ("Deadline" auf Position vier) durch. Gleich zwei bemerkenswerte Wiederkehrer gibt es außerdem – Sodom setzen mit "Get What You Deserve" ein Zeichen im Thrash-Metal, während Rapper Souly mit seinem „Bossbaby Tape“ den siebten Platz zurückerobert.
Bei den Singles dagegen gibt's Wechsel an der Spitze: Taylor Swift muss ihr Krönchen an Zara Larsson abgeben. Ihr Track "Lush Life“ landete nach fast einem Jahrzehnt endlich ganz oben – angestoßen durch ein Tiktok-Revival. Damit steht sie nun vor Swifts „The Fate Of Ophelia“ und Rayes „Where Is My Husband!". Fun Fact: Für Larsson ist das schon der zweite Nummer-eins-Hit, nachdem sie mit David Guetta „This One's For You“ landete. TikTok hat eben manchmal einen ganz eigenen Takt.
Auf Platz fünf der Single-Hitliste folgt Alex Warren mit „Fever Dream" – direkt vor seinem bekannten Song „Ordinary“. Sarah Engels‘ ESC-Song „Fire“ gelingt indes nur der Sprung auf Platz 75. Ein kleiner Seitenblick: Vorjahreskandidaten Abor & Tynna stiegen gleich auf Rang 13 ein, Isaak – Deutschlands Hoffnung für 2024 – musste bis nach dem ESC-Finale warten, dann reichte es immerhin für Platz 22. Noch etwas: Die GfK-Zahlen gelten als so repräsentativ, dass sie 90 Prozent aller Musikverkäufe abdecken sollen. Bleibt die Wahrheit: Musikgeschmack lässt sich wohl nie zu 100 Prozent abbilden.

Clueso ist mit "Deja Vu 1/2" zum vierten Mal an der Spitze der deutschen Album-Charts gelandet und setzt sich damit gegen starke internationale Konkurrenz durch. Bemerkenswert ist auch das überraschende Comeback von Zara Larssons "Lush Life" auf Platz eins der Single-Charts – nach jahrelanger Pause, ausgelöst durch einen Tiktok-Hype. Die diesjährige ESC-Vertreterin Sarah Engels schneidet allerdings vergleichsweise schwach ab, während die deutschen Charts laut GfK Entertainment etwa 90 Prozent der Musikverkäufe hierzulande widerspiegeln. — Ergänzend recherchiert: In den letzten Tagen dominierten vor allem Diskussionen über die Rolle von Social-Media-Plattformen wie TikTok beim Wiederaufflammen alter Hits, sowie Debatten rund um die niedrigen Chartplatzierungen deutscher ESC-Beiträge. Bei taz.de wurde auch thematisiert, inwieweit Streaming-Zahlen die Chart-Ermittlung verändern, während auf spiegel.de eine ausführliche Analyse der aktuellen Chartentwicklungen und ihrer Internationalität erschien. Zudem sprach die Süddeutsche Zeitung ausführlich über die Herausforderungen deutscher Acts gegenüber internationalen Stars.

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