Human Rights Film Festival Berlin 2026: Geschichten, die Widerstand leisten

Berlin – Im April 2026 geht das Human Rights Film Festival Berlin in die achte Runde. Unter dem vielsagenden Motto „Where Stories Fight Back“ zeigt das HRFFB zwischen dem 10. und 18. April insgesamt 24 handverlesene internationale Dokumentarfilme. Den Auftakt macht ‚Yanuni – Die Stimme des Amazonas‘ von Richard Ladkani, ein bewegendes Porträt von indigenem Mut. Getragen wird das Festival von Aktion gegen den Hunger in Partnerschaft mit Greenpeace.

heute 15:16 Uhr | 7 mal gelesen

„Where Stories Fight Back“, dieses Motto klingt nicht nur kämpferisch, es ist ein Statement – ein Widerstand gegen die laute Welle des Populismus und für all jene Stimmen, die sonst im Lärm abgetan werden. Die Festivalleiterin Lydia Spiesberger betont: Hier geht es nicht nur um Unterhaltung, sondern um das Sichtbarmachen globaler Krisen, um Klimagerechtigkeit, Menschenrechte, um echte Geschichten. Die Filme, die diesmal laufen, springen zwischen Welten – von stillen Momenten der Hoffnung bis zu lauten Appellen für Menschlichkeit.

Im Fokus: Yanuni – Die Stimme des Amazonas

Der Eröffnungsfilm erzählt nicht nur von einer Frau – Juma Xipaia – sondern von einem Überlebenskampf im Amazonas, der alles andere als symbolisch ist. Morddrohungen, Repression und das permanente Ringen gegen Ungerechtigkeit zeichnen das Leben der Protagonistin, begleitet von Richard Ladkani. Was den Film besonders macht: Er verwebt das Persönliche mit dem Politischen, Hoffnungsschimmer mit harscher Realität, und spricht eine Bildsprache, die manchmal ein Echo im eigenen Kopf hinterlässt. Neben Ladkani reist auch Produzentin Anita Ladkani nach Berlin, und zum Festivalstart gibt die Musikerin Gotopo ihrer Verbundenheit mit indigenen Identitäten einen klangvollen Ausdruck.

Kino mit Haltung

Gespielt wird im Kino in der KulturBrauerei, Berlin Prenzlauer Berg – unverwechselbares Flair, urbaner Schmelztiegel.

Mehr als Kino: Das HRFFB heute

Das Festival, 2018 von Jan Sebastian Friedrich-Rust ins Leben gerufen, ist längst zu einer Größe geworden. Filme aus allen Ecken der Welt bekommen hier Raum, missachtete Lebensrealitäten finden Gehör. NGOs, Filmschaffende und Engagierte begegnen sich, diskutieren, streiten, träumen gemeinsame Utopien zusammen – mal laut, mal leise, aber immer konkret. Nicht selten sind prominente Gesichter dabei, sei es Ai Weiwei oder Enissa Amani, deren Ansichten ebenso Reibungsfläche wie Inspiration bieten.

Veranstaltet wird das Festival von Aktion gegen den Hunger, in diesem Jahr unterstützt von Greenpeace, Reporter ohne Grenzen und SOS Humanity. Ein echtes Netzwerk von Idealisten – auch der Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis zählt dazu. Gefördert wird mit Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie, des Medienboards Berlin-Brandenburg und dem BMZ.

Stichwort Aktion gegen den Hunger

Über 45 Jahre Erfahrung stecken hinter der Organisation; mehr als 8.700 Menschen weltweit arbeiten daran, ein Stück Gerechtigkeit in 57 Ländern zu bringen – von sauberem Wasser bis hin zu Versorgung in Krisensituationen.

Pressekontakt: Vassilios Saroglou / Markus Winkler – 030 279 099 776 – presse@aktiongegendenhunger.de

Mehr Infos: www.hrffb.de, www.aktiongegendenhunger.de

Das Human Rights Film Festival Berlin 2026 steht im Zeichen von Widerstand und (Welt-)Bürgersinn: Unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ will das Festival eine Antwort auf weltweite politische Herausforderungen und gesellschaftliche Ausgrenzung geben. Gezeigt werden nicht nur Filme, sondern Geschichten echter Kämpfe – besonders im Zentrum: indigene Perspektiven, wie im Eröffnungsfilm Yanuni, der den gewaltigen Druck auf den Amazonas und seine Bewohner sichtbar macht. Neuere Entwicklungen zeigen, dass solche Plattformen zunehmend wichtig werden – etwa angesichts wachsender Angriffe auf Pressefreiheit weltweit oder wegen der sich verschärfenden Klimakrise in Südamerika und neuen Gesetzesinitiativen zum Schutz indigener Landrechte. Das Festival versteht sich als kraftvolle Bühne für Stimmen, die sonst zu häufig ignoriert werden, und als Netzwerk für Menschenrechtsengagement mitten in Berlin.

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