CSU-Landtagsfraktion besucht Unterfranken: Im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Wasser und gesellschaftlichem Engagement

Unverblümt vor Ort: Der Vorstand der CSU-Landtagsfraktion hat sich in Unterfranken umgesehen – von der Chemie-Prägung im Obernburger Industriezentrum, über Kinder- und Hospizprojekte, bis hin zur Herausforderung der Dürre. Zu diesen Schwerpunkten sprach die Fraktionsspitze auch deutliche Worte über Zukunftsaufgaben, die weit über ideologisches Klein-Klein hinausgehen.

heute 14:41 Uhr | 2 mal gelesen

Wenn Landtagsabgeordnete durch Unterfranken touren, reden sie nicht nur über Politik im luftleeren Raum, sondern schnuppern Unmittelbarkeit – das war jedenfalls das Bild, das der CSU-Fraktionsvorstand bei seiner aktuellen Reise abgab. Klaus Holetschek, der Vorsitzende, griff die Sorgen vieler Betriebe, gerade im Automobilzuliefersektor, auf. Klartext: Ohne Anpassung an den Wandel verliert die Region nicht nur Arbeitsplätze, sondern die gesamte wirtschaftliche Substanz. Deshalb stützt der Freistaat lokale Unternehmen mit Transformationsnetzwerken und massiven Fördermitteln. Nicht weniger dringlich: Das Thema Wasser – hier kommt Prof. Dr. Winfried Bausback ins Spiel. Die Region leidet extrem unter sinkendem Grundwasserspiegel; ein Problem, das nicht erst seit gestern drängt. Investitionen in neue Leitungen und Speicher sowie eine Reform der Wassergesetze sollen die Versorgung sichern, wobei kommunale Strukturen bevorzugt gestärkt werden. Für Menschen vor Ort – egal, ob Kind im Childhoodhaus Würzburg oder Angehörige im neuen Hospizzentrum Aschaffenburg – zählen diese großen Linien am Ende ganz praktisch. Dazwischen ein stiller Moment, als die Abgeordneten zum Jahrestag des Messerangriffs einen Strauß niederlegen: Politik ist halt nie völlig losgelöst vom Alltag, auch wenn Sitzungen das manchmal glauben machen.

Die CSU-Fraktionsführung hat in Unterfranken verschiedene Schwerpunkte gesetzt: Die regionale Wirtschaft, besonders die Automobil- und Zuliefererbetriebe, ringt mit enormen Transformationsprozessen. Mit umfangreicher staatlicher Förderung und regionalen Bündnissen will Bayern Innovation und Arbeitsplätze absichern, statt wie oft diskutiert einfach nur Vorschriften zu erlassen. Das Thema Wasserstofft, die Sorgen um Grundwasser und Versorgungsausbau sind nicht minder brisant – das unterstrich auch die aktuelle Novelle des Bayerischen Wassergesetzes. Dazu gesellen sich intensive soziale und kulturelle Projekte, wie das Childhoodhaus und das Aschaffenburger Hospiz, die zeigen, dass Politik eben immer auch Beziehungsarbeit zur Gesellschaft bleibt. Neuere Berichte sprechen dabei verstärkt über die Zuspitzung der Wasserproblematik in Bayern und wie der Spagat zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischer Verantwortung immer schwerer gelingt, so etwa ausführlich in der Süddeutschen Zeitung oder in der ZEIT. Besonders die aktuelle Trockenheit und industriepolitische Umbrüche vergrößern den kommunalen Handlungsdruck.

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