Dachdecker in Bedrängnis: Handwerksverband läuft Sturm gegen Regierungspläne

Köln – Angesichts der neuen Vorhaben der Bundesregierung schlägt das deutsche Dachdeckerhandwerk Alarm. Ulrich Marx vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks beklagt, dass die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie ausgerechnet in einer ohnehin wirtschaftlich angespannten Lage kommt – für viele Betriebe schlichtweg nicht realisierbar.

15.04.26 16:27 Uhr | 8 mal gelesen

Die Not im Dachdeckerhandwerk spitzt sich weiter zu. Erst jüngst hat eine Verbandsumfrage ans Licht gebracht: Praktisch alle befragten Unternehmen (fast 98 Prozent!) ringen mit teils massiven Kostensteigerungen – in Einzelfällen schnellen die Preise für Dämmmaterial und Abdichtungen sogar um bis zu 50 Prozent nach oben. Hinzu kommen zähe Lieferengpässe, die bereits dazu führen, dass manche Betriebe ihre Leute in Kurzarbeit schicken. Und als wäre das nicht genug, hat der lange Winter viele Baustellen lahmgelegt – ein wirtschaftlicher Ausnahmezustand. Ulrich Marx sagt dazu unverblümt: 'Mehr Belastung an dieser Stelle ist Gift für uns.' Der Verband schließt sich der harschen Kritik aus Bauwirtschaft und Handwerk an: Unternehmen werden zur Kasse gebeten, um Entlastung für die Bürger zu finanzieren – das könne so nicht klappen. Dringend nötig seien stattdessen strukturelle Entlastungen, ein energiepolitischer Kurswechsel und tragbare Sozialabgaben. Sonst, so Marx, wackelt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern am Ende der Job vieler Beschäftigter. Als Appell richtet sich der Verband direkt an die Politik: Die geplanten Prämienmaßnahmen sollten überdacht werden, stattdessen brauche es endlich Schwung beim Ausbau erneuerbarer Energien und echte steuerliche Entlastungen – Stichwort Soli-Abschaffung und Stromsteuersenkung. Marx fasst es gewohnt direkt zusammen: 'Nicht noch mehr Last, wir brauchen echte Perspektiven!' Wer mehr wissen will, findet Detailinfos auf den Webseiten des Verbands oder hört mal in den Podcast rein.

Die Situation im Dachdeckerhandwerk bleibt angespannt: Die jüngsten Koalitionsvorschläge stoßen auf massiven Widerstand seitens des ZVDH. Die enorme Belastung durch explodierende Materialpreise, Lieferprobleme und lange witterungsbedingte Ausfälle sorgt für Unsicherheit in der Branche. Der Verband fordert nachhaltige strukturelle Entlastungen, um die wirtschaftliche Grundlage des Handwerks zu sichern und verweist dabei auch auf den Beitrag zum Klimaschutz: Gerade beim energieeffizienten Bauen und bei Dachsanierungen ist das Handwerk Schlüsselakteur. Interessant ist zudem, dass andere Bau- und Handwerksverbände dem ZVDH in ihrer Kritik sekundieren; aus Berlin wurden diese Stimmen bislang jedoch kaum aufgegriffen. In den letzten 48 Stunden berichten verschiedene Medien zusätzlich, dass auch die generelle Stimmung im deutschen Mittelstand weiter sinkt – viele Unternehmen blicken mit Sorge auf steigende Lohn- und Energiekosten sowie eine unberechenbare Politik. Der Ruf nach langfristiger Planbarkeit, weniger Bürokratie und zielgerechten Steuererleichterungen wird damit immer lauter.

Schlagwort aus diesem Artikel