General Michael Wiggers, oberster Vertreter der dänischen Streitkräfte, hat sich klar dazu bekannt, die militärische Kooperation mit Deutschland im hohen Norden auszubauen. Übungen in und um Grönland – und zwar zu Wasser, in der Luft und nicht nur am Boden – stehen auf dem Plan. Die deutsche Seite hat sich laut Wiggers als verlässlicher Partner profiliert. Besonders das Training für extrem kalte Bedingungen wird im Zuge aktueller geopolitischer Spannungen wichtiger. Gleichzeitig bremste Wiggers Rufe nach einer Überarbeitung regionaler Nato-Pläne ein: Viel wichtiger sei jetzt, bestehende Strategien in realen Manövern zu erproben. Außerdem äußerte er sich überraschend offen zum umstrittenen US-Vorhaben, ein Raketensystem auf Grönland aufzubauen – zum Schutz Nordamerikas, wie er unterstrich. Man spürt zwischen den Zeilen, dass hier nicht nur Strategie, sondern auch persönliche Einschätzungen am Werk sind.
Das dänische Militär setzt verstärkt auf Partnerschaft mit der Bundeswehr, um gemeinsam auf die zunehmend strategische Bedeutung der Arktis vorbereitet zu sein. Dies spiegelt die wachsenden geo- und sicherheitspolitischen Spannungen wider, die durch Russlands Aktivitäten und den Klimawandel ausgelöst werden – insbesondere da neue Handelsrouten und Rohstoffquellen in der Region zugänglich werden. Neben Übungen in Eis und Kälte ist auch der Umgang mit neuen Bedrohungsszenarien wie Cyber-Angriffen und Drohnen ein Thema. Neueste Quellen berichten zudem, dass die Zusammenarbeit multilaterale Signale sendet: Die Nato möchte ihre nördliche Flanke stärken und signalisiert Geschlossenheit gegenüber potenziellen Herausforderungen. (Quellen u.a. www.spiegel.de News vom 6.6.2024, www.zeit.de Nachrichten vom 6.6.2024, www.taz.de Artikel vom 6.6.2024)