David Bowies Vermächtnis auf ARTE: Zehn Jahre nach seinem Tod im Fokus

Am 10. Januar 2026 jährt sich der Tod von David Bowie zum zehnten Mal. ARTE widmet diesem Anlass ein filmisches Doppel: Nicht nur neue Einblicke in Bowies letztes Schaffensjahrzehnt, sondern auch eine musikalische Hommage internationaler Künstler erwartet die Zuschauer.

07.01.26 13:37 Uhr | 25 mal gelesen

Der Todestag von David Bowie rückt näher – zehn Jahre. Ein Jahrzehnt, in dem die Lücke, die er hinterließ, nicht kleiner, sondern irgendwie präsenter geworden ist. Anlässlich dieses runden Datums hat ARTE zwei Produktionen vorbereitet, die seinen Einfluss und seine rätselhafte Magie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Ab dem 9. Januar kann auf arte.tv Jonathan Stiasnys Dokumentarfilm 'Bowie – Der letzte Akt' gestreamt werden, der auch am 16. Januar um 21:45 Uhr im TV ausgestrahlt wird. Stiasnys Arbeit verzichtet auf Mythenbildung, scheut aber auch nicht davor zurück, Bowies Glanz neu zu inszenieren: Da trifft Verletzlichkeit auf Ironie, Rückzug auf künstlerische Raserei – und am Ende ist der Tod nur ein weiterer Akt im großen Bowie-Theater. Sein letztes Lebensjahrzent als kreative Wundertüte, mal blitzend klar, dann wieder voller Dunst und Abgründe, kommt durch intime Momente und bislang wenig bekannte Aufnahmen zum Vorschein. Dem schließt sich 'Tribute to David Bowie' (Regie: Gautier/Leduc) an – eine Hommage im musikalischen Kleid: Ab dem 9. Januar online, später (16.1., 23:15 Uhr) auch im Fernsehen. Hier geben sich Künstler wie Carl Barât, Pete Doherty (The Libertines) und Anna Calvi die Ehre, schlagen Brücken zwischen Bowies Vergangenheit und Gegenwart – und hauchen Klassikern sowie selten gespielten Perlen neues Leben ein. Ironischerweise zeigt uns gerade dieser Tribut, wie sehr Bowie als wandelndes Kunstwerk überlebte: Er ist immer wieder da, einfach anders. Wer mehr erfahren will, dem sei ein Abstecher auf arte.tv empfohlen – Presseinfos, Voransichten und Interviewkontakte inklusive. Eines muss man ARTE lassen: Sie haben Bowies Vermächtnis nicht einfach in eine Nostalgieverpackung geschnürt, sondern versuchen, seine Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit lebendig zu halten.

Mit zwei neuen Filmen nimmt ARTE zum 10. Todestag David Bowies dessen letztes künstlerisches Kapitel und nachhaltige Wirkung aufs Korn. Während der Dokumentarfilm 'Bowie – Der letzte Akt' selten gezeigte Perspektiven und private Einblicke in Bowies Schaffen vor seinem Tod verspricht, versammelt 'Tribute to David Bowie' internationale Musiker für eigene, teils sehr persönliche Neuinterpretationen seiner Songs. Bowie bleibt ein Rätsel, das sich jeder neuen Generation auf ganz eigene Weise erschließt. Ergänzend dazu hat etwa die Süddeutsche Zeitung kürzlich reflektiert, wie Bowies Kunstfigur bis heute Musikkultur, Gender-Debatten und Popästhetik beeinflusst – und auch die FAZ hebt die anhaltende Faszination hervor, mit der Medien und Fans Bowies Vermächtnis immer neu ins Licht rücken. BBC und Spiegel haben zum Jubiläum ebenfalls resümiert, dass nur wenige Künstler es schafften, den eigenen Abschied so bewusst Teil einer Performance zu machen wie Bowie – ein Echo, das in Zeiten andauernder Identitätssuche relevanter denn je wirkt. Laut Zeit-Online ist Bowies Einfluss spätestens mit der Flut an Tribute-Alben und immer wieder neu entdeckten Raritäten bei jüngeren Musikern spürbar, die seine künstlerische Wandlungsfähigkeit weitertragen.

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