Mercosur-Abkommen: Bundesregierung sieht Abschluss in greifbarer Nähe

Die Bundesregierung äußert sich vorsichtig optimistisch zum bevorstehenden Abschluss des Mercosur-Abkommens – das politische Tauziehen könnte tatsächlich ein Ende finden.

07.01.26 13:29 Uhr | 12 mal gelesen

Offener hätte der Regierungssprecher kaum auftreten können: 'Das Mercosur-Abkommen steht wohl direkt vor dem Abschluss', erklärte Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin – es klingt fast, als könne man all die langen, zähen Verhandlungsnächte bald abhaken. Besonders spannend: Aus Rom schwappt ein positiveres Signal herüber als sonst, Italien scheint endlich auf den Zug aufzuspringen. Laut Kornelius ist die Stimmung in Berlin tatsächlich 'sehr zuversichtlich', was die italienische Zustimmung betrifft, wobei er explizit auf die Bedeutung des 'Entscheidungsmoments' am Freitag hinweist. Kommt das Abkommen zustande, wäre das aus Sicht der Bundesregierung ein historischer Schritt für Europas Handelspolitik. Ein bisschen Ironie bleibt aber: Eigentlich war die Unterschrift ja schon für Dezember geplant, aber dann – Italien. Ausgerechnet Italien hat den gesamten Prozess nochmal um zwei Jahre geschoben. Wie oft haben wir das schon erlebt, dass ein Deal in letzter Sekunde zu platzen droht? Dieses Mal jedoch, so klingt es zumindest, kann das fast endlose Tauziehen ein echtes Ende finden.

Die Bundesregierung hat am Mittwoch ihre Hoffnung bekräftigt, dass das Mercosur-Freihandelsabkommen kurz vor dem Durchbruch steht. Nachdem Italien das Vorhaben im Dezember überraschend blockierte und auf 2026 verschob, sieht es jetzt danach aus, als könnte das Abkommen doch noch zustande kommen. Mercosur – zu dem neben Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay auch die EU zählt – wäre eines der größten Handelsabkommen weltweit, was gerade vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen und der Diskussionen um nachhaltige Lieferketten große Bedeutung hätte. Aktuelle Berichte zeigen, dass besonders Umweltauflagen und der Schutz von Arbeitnehmerrechten weiterhin kritische Punkte bleiben. Neueste Stimmen aus Brüssel und Buenos Aires schildern das Abkommen als Balanceakt zwischen wirtschaftlichem Nutzen und ökologischen Bedenken, wobei nicht alle EU-Mitgliedsländer in entscheidenden Details einig sind.

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