Also: Wer sich nur das Ergebnis anschaut, ahnt nicht, was für ein verrückter Abend das in Stuttgart war. Die Hausherren? Die waren über weite Strecken überlegen, eigentlich sogar ziemlich dominant, aber wie verhext – kein Ball wollte ins Dortmunder Tor. Fast ein bisschen tragisch. Hoeneß, der Stuttgarter Coach, hatte umgestellt und neue Leute gebracht – Chema Andrés, Demirović –, aber ehrlich: So richtig gezündet hat das nicht. Dortmund? Die standen oft tief, haben dicht gemacht, hinten wenig anbrennen lassen – vielleicht nicht aufregend, aber allemal effizient. Und dann, kurz bevor die Nachspielzeit zu Ende war, Adeyemi – drin. Die ganze Stuttgarter Hoffnung mit einem Schuss pulverisiert. Plötzlich lief alles für Dortmund: Brandt haut noch einen drauf, und das Publikum verstummte. Manchmal entscheidet eben nicht die bessere Mannschaft, sondern die, die ihre wenigen Chancen eiskalt nutzt. Und, ehrlich, für Stuttgart war das richtig bitter.
Ein Spiel, das auf den ersten Blick klar erscheint: Der BVB klaut dem VfB Stuttgart drei Punkte, obwohl das Heimteam über weite Strecken am Drücker war. Stuttgart hatte mehr Spielanteile, gute Möglichkeiten, doch am Ende fehlte die berühmte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor – und genau die zeigte Dortmund. Mit den Last-Minute-Treffern von Adeyemi und Brandt setzt Borussia Dortmund ein Ausrufezeichen im Kampf um die Europapokalplätze; für Stuttgart bleibt trotz guter Leistung nur Frust.
Was noch bemerkenswert ist: In mehreren Medien wird berichtet, dass der Druck auf beide Clubs wächst – für Dortmund geht es um die Champions-League-Qualifikation, für Stuttgart um die Verteidigung der starken Saisonplatzierung. Zudem fiel auf, wie defensiv kompakt Dortmund dieses Mal agierte, während Stuttgart aus dem Ballbesitz schlicht zu wenig machte.