Eine illustre Gesellschaft aus Mitarbeitenden, ehemaligen Weggefährt:innen sowie Gesellschaftervertreter:innen versammelte sich auf dem historischen Personendampfer 'Meißen' in Dresden, um ein Stück ostdeutscher Industriegeschichte Revue passieren zu lassen. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis in die 1960er nach Kolkwitz zurück – damals, als der Betrieb noch fern von Privatisierungswellen seine ersten Schritte machte. Mit der Wiedervereinigung und der damit verbundenen Privatisierung wurde 1990 die Rheingas Cottbus-Spreegas GmbH aus der Taufe gehoben – bemerkenswert, wie konsequent das Unternehmen sämtliche Mitarbeitenden übernahm. Das war mehr als Symbolik: es war ein Versprechen für Stabilität und Zuverlässigkeit in bewegten Zeiten.
Über die Jahre hinweg modernisierte und erweiterte die Firma ihre technischen Anlagen, schraubte an neuen Logistik-Optionen und setzte aufs Prinzip Fortschritt – kein knalliges Start-up, sondern ein traditionsreicher Mittelständler mit Bodenhaftung. Heute sorgt Rheingas Cottbus-Spreegas in 12 Niederlassungen mit 17 LKW für Flüssiggas-Nachschub – flankiert von zwei Tanklagern, die als Rückgrat der Versorgung in Kolkwitz und Dresden fungieren.
Die Ansprache der Geschäftsführung bei der Feier war fast schon ein kleines Plädoyer für den „Geist der Kontinuität“ – ein Begriff, der seltsam vertraut klingt, wenn man auf die ostdeutsche Wirtschaftsgeschichte blickt. Herausragend: die Wertschätzung für jene, die dem Unternehmen über Jahrzehnte hinweg treu geblieben sind. Einige Mitarbeitende wurden explizit für langjährige Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet. Geschäftsführer Rene Kleingoor brachte es so auf den Punkt: Ohne das Engagement und die Integrität aller Teammitglieder wäre der Unternehmenserfolg unmöglich.
Für die kommenden Jahre peilt Propan Rheingas Cottbus-Spreegas professionelles Wachstum, erhöhte Sicherheitsstandards und Festigung der eigenen Rolle als regionaler Arbeitgeber an. Vielleicht klingt das nach Unternehmersprech – aber Bodenhaftung und Verlässlichkeit sind im energiepolitischen Alltagsgeschäft keine unwichtigen Währungen.
Kurze Randnotiz zur Eigentümerstruktur: Die GmbH ist als Tochterunternehmen Teil des Propan Rheingas-Verbundes mit Sitz in Brühl bei Köln. Sicherlich kein Konzernriese, aber ein stetiger Akteur in der Flüssiggasbranche.
Das 35-jährige Jubiläum der Propan Rheingas Cottbus-Spreegas GmbH bot Anlass, auf eine ungewöhnlich stabile Firmengeschichte zurückzublicken. In Ostdeutschland ist die konsequente Übernahme aller Mitarbeitenden nach der Wende ein seltener und bis heute wirkungsvoller Schritt gewesen: Das Unternehmen verbindet Tradition mit Innovation, investiert in moderne Infrastruktur und legt viel Wert auf Teamkultur und regionale Verantwortung. Aktuell wird der Markt für Flüssiggas durch volatile Energiepreise sowie regulatorische Änderungen im Rahmen der Wärmewende in Deutschland beeinflusst. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Versorgungssicherheit und alternativen Energieträgern – Propan Rheingas Cottbus-Spreegas positioniert sich bewusst als verlässlicher Partner für die Region. Die Feierlichkeiten auf dem Dampfer waren nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Signal Richtung Zukunft: Mit neuen Investitionen und wachsendem Engagement bei Sicherheitsstandards tritt das Unternehmen Herausforderungen wie Fachkräftemangel und steigender bürokratischer Anforderungen entgegen.