Dreiländereck kreativ: ZDF, ORF und SRF verabreden frische TV-Höhepunkte – Wie grenzübergreifende Kooperation Fernsehen prägt

Wenn sich Deutschlands, Österreichs und die Schweizer öffentlich-rechtliche Programmmacherinnen und -macher treffen, knistert es oft vor neuen Ideen. Diesmal in Wien: ZDF, ORF und SRF planen eine ganze Reihe gemeinsamer Projekte, darunter einige echte Dauerbrenner und mutige Formate für das Fernsehjahr 2026/27.

heute 11:51 Uhr | 3 mal gelesen

Zwischen Aktenzeichen und Alpen, vom Bodensee bis zu wortgewaltigen Gottesdiensten – die TV-Profis aus dem "DACH-Raum" (Deutschland, Schweiz, Österreich) schnüren ihr Paket fürs kommende Jahr. Neben beliebten Serienklassikern wie "Der Alte" oder "Die Bergretter" bahnt sich eine TV-Renaissance an: Der Kultshow-Dino "Wetten, dass..?" startet erneut als grenzüberschreitendes Highlight. Auch Dokumentationen, Kulturevents und gemeinschaftliche Unterhaltungsprojekte können TV-Fans erwarten, zusammen finanziert mit einem Koproduktionsbudget von zuletzt 130 Millionen Euro. Es ist das 59. Treffen in Folge; seit 1967 werden nun Ideen und Produktionspläne ausgetauscht und oft umgesetzt. Die Verantwortlichen betonen, wie bedeutend die grenzüberschreitende Allianz ist, um journalistisch und kulturell relevant zu bleiben – und vor allem, nicht in der Beliebigkeit der internationalen Konkurrenz unterzugehen. Manchmal fühlt sich das fast ein bisschen so an, als ob drei Nachbarn gemeinsam eine richtig große Gartenparty schmeißen und dabei alte Freunde und völlig neue Gesichter einladen.

Die jährliche Koproduktionstagung von ZDF, ORF und SRF führte auch in diesem Jahr wieder zu beeindruckenden neuen Projekten, die das deutschsprachige Fernsehangebot bereichern – von Krimiserien bis zu TV-Events wie einer Neuauflage von "Wetten, dass..?". Die Zusammenarbeit zielt auf Effizienz, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz, bleibt dabei aber auch ein Statement für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Streamingdienste und internationale Produktionen. Aktuelle Medienberichte stellen zudem heraus, dass diese Bündelung der Kräfte in herausfordernden Zeiten für den öffentlich-rechtlichen Sektor nicht nur ökonomisch klug, sondern auch als Signal für länderübergreifende Kulturpartnerschaft gewertet wird. Frische Details aus laufenden Recherchen: Laut der taz wird zunehmend Wert auf europäische Themen und Diversität in den Programmen gelegt, und die Sender experimentieren dabei auch mit neuen Ausstrahlungswegen, etwa online-exklusiven Formaten oder barrierearmen Angeboten. Zudem diskutierten die Sender jüngst die Chancen gemeinsamer digitaler Mediatheken, um dem Online-Konsumverhalten stärker Rechnung zu tragen.

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