Warum ist das so? Aljoscha Ziller von Verivox bringt es auf den Punkt: Versicherer sind mittlerweile vorsichtiger geworden – die Anfangseuphorie und Pauschalrabatte für E-Autos sind verflogen, seit klar ist, dass Schadensfälle zwar seltener auftreten, aber im Ernstfall sündhaft teuer werden können (Batterieaustausch, Spezialwerkstätten und so weiter). Dennoch lohnt sich gründliches Vergleichen nach wie vor. Manche Versicherer setzen offenbar weiter auf niedrige Einstiegspreise, um die Kundschaft der E-Auto-Fahrer zu gewinnen. Und: Die einzelnen Tarife unterscheiden sich erheblich, besonders wenn der Akku ins Spiel kommt, da gibt es noch keine einheitliche Linie. Kleiner Tipp am Rande: Neben dem reinen Preis sollte man immer genauer hinschauen, was beim Batterie-Schutz wirklich enthalten ist – das kann im Schadenfall entscheidend sein.
Die Analyse fußt übrigens auf über 400 Tarifen von 60 Versicherungen, berechnet für das durchaus typische Szenario eines Berliner Fahrers, 45 Jahre alt, mit 12.000 Kilometern pro Jahr und der Schadenfreiheitsklasse 15. Ein Wertevergleich, der für viele – aber längst nicht für alle – E-Autobesitzer repräsentativ sein dürfte.
Zusammengefasst bleibt festzuhalten: Elektroautofahrer müssen bei der Versicherung häufig mit Mehrkosten rechnen, da ehemals günstigere E-Auto-Tarife aufgrund neuer Schadensdaten meist angepasst wurden. Die Hauptkostentreiber sind dabei nicht die Unfallhäufigkeit, sondern vielmehr die hohen Reparatur- und Austauschkosten, insbesondere der Batterie. Laut aktuellen Berichten wird der Trend, Versicherungsprämien für E-Autos zu erhöhen, durch Faktoren wie steigende Ersatzteilpreise und die notwendige Spezialisierung der Werkstätten weiter verstärkt. Zudem zeigen Recherchen, dass einige Anbieter aktuell gezielt Rabatte gewähren, während andere ihre Tarife straffer kalkulieren – ein Blick in die Details der Versicherungspolicen lohnt also immer noch. Besonders auffällig: Trotz mancher Anhebung locken einige Anbieter mit spezifischen Zusatzleistungen wie Abschleppservice bei entladener Batterie oder umfassendem Akkuschutz. Eine breite Auswertung verschiedener Vergleichsportale zeigt, dass individuelle Faktoren wie Fahrzeugalter, Region, Fahrerprofil und Wahl des Tarifs zu erheblicher Varianz bei den Kosten führen. Auch die Politik beobachtet die Entwicklung aufmerksam, da hohe laufende Kosten das Wachstum der Elektromobilität gefährden könnten.