Ed Yardeni: S&P 500 steuert auf turbulentes Wachstum bis 2029 zu

Handelskonflikte, globale Spannungen – und trotzdem glaubt Ed Yardeni fest an die Widerstandsfähigkeit der US-Börsen. Anleger sollten seiner Einschätzung nach auf keinen Fall die Flinte ins Korn werfen.

heute 07:04 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist schon erstaunlich, wie die US-Börsen immer wieder allen Unkenrufen zum Trotz neue Höhen erklimmen – zumindest sieht das Ed Yardeni so. Im Gespräch mit dem 'Handelsblatt' zeigte er sich wenig beirrt von aktuellen Unsicherheiten: Dass die Märkte gelegentlich wackeln oder politische Stürme toben, sei letztlich immer auch eine Gelegenheit für Investoren, günstig einzusteigen. Yardeni, Gründer von Yardeni Research, spürt sogar eine Art Neuauflage der 'Roaring Twenties' – ein Begriff, bei dem ich erst mal stutze, weil die wilden 1920er-Jahre ein ebenso glitzerndes wie riskantes Börsenpflaster waren. Trotz zu erwartender Schwankungen in den kommenden Monaten bleibt der Mann ausgesprochen optimistisch: "Für dieses Jahr rechne ich mit rund zehn Prozent Plus beim S&P 500", stellt er klar. Und als wäre das noch nicht kühn genug, prognostiziert er bis 2029 sogar einen Sprung auf 10.000 Zähler. Da kann man schon mal ins Grübeln kommen, ob nicht der Optimismus das spannendste Investment ist. Interessant auch, dass Yardeni davon ausgeht, dass künftig eher neue Aktienstars gefragt sein werden – also außerhalb des Tech-Sektors – und dass er Gold noch lange nicht für ausgereizt hält. Sein Kursziel für das Edelmetall: 6.000 Dollar pro Unze bis Jahresende, mit ordentlich Luft nach oben bis 2030. Ganz ehrlich: Viele rechnen mit Rückschlägen, doch Yardeni sieht darin einfach nur Chancen. Irgendwie bewundernswert, oder?

Ed Yardeni, ein profilierter Marktanalyst, setzt weiterhin auf die Robustheit der US-Märkte, selbst in Zeiten geopolitischer Risiken und Handelshürden. In letzter Zeit haben jedoch auch andere Experten vor Überbewertungen und Blasenbildungen an den Börsen gewarnt; die Debatte um Tech-Aktien und neue Wachstumsbranchen bleibt kontrovers. Interessant ist außerdem, dass Yardeni mit seiner Goldprognose deutlich über den Konsens hinausgeht – die Märkte beobachten die makroökonomischen Entwicklungen (wie Zinspolitik und Inflation) daher mit besonderer Wachsamkeit. Frisch aus den Nachrichten: Viele US-Unternehmen verzeichnen trotz globaler Unsicherheiten solide Zahlen, was die Skepsis etwas mildert. Gleichzeitig mahnen einige Stimmen, dass die Korrektur-Erwartung nicht unterschätzt werden darf, weil heftige politische Einflüsse – ob US-Wahl oder geopolitische Reibungen – weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Markt schweben.

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