Mal ehrlich: Es klingt wie eine Mammutaufgabe – doch Jakob Uszkoreit gibt nicht klein bei. Mit ziemlich ambitionierten 50 Milliarden Euro will er der europäischen KI eine Heimat schaffen, und zwar mit ordentlich Dampf bei den Rechenzentren. Einen Teil der Summe bräuchte er ganz fix, um Rechenpower kurzfristig irgendwo einzukaufen, den Rest, um längerfristig eigene Strukturen hochzuziehen. Interessant: Ein denkbarer Standort wäre zum Beispiel im deutsch-französischen Grenzgebiet, wo französischer Atomstrom fließt – also recht praktisch und irgendwie symbolisch europäisch. 'Ich bin längst nicht allein damit', wirft Uszkoreit gegenüber der FAS ein, betont aber, dass zwar Experten zur Verfügung stünden, aber, wie so oft, der finanzielle Hebel fehlt.
Abseits davon gibt es Bewegung aus offizieller Richtung: Rafael Laguna de la Vera, Chef der Agentur für Sprunginnovation, sieht die Notwendigkeit, jetzt aufs Tempo zu drücken. Laut FAS sind über 500 Teams an einem KI-Wettbewerb der Agentur beteiligt – eine lebendige Szene, die aber, wie sich herausstellt, auf mehr Unterstützung hofft. Laguna hat sich in Briefen an mehrere Minister gewandt, um finanzielle Ressourcen für zusätzliche Teams lockerzumachen. Tja, viel Engagement, viele kluge Köpfe – aber ohne Moos nun mal nix los.
Jakob Uszkoreit, ein führender Kopf der KI-Entwicklung, strebt den Aufbau einer europäischen KI-Alternative an und nennt hierfür Kosten von rund 50 Milliarden Euro, hauptsächlich für Rechenkapazitäten. Sein Ansatz: Zunächst kurzfristige Anmietungen von Rechenleistungen auf dem Markt, später Entwicklung eigener Infrastruktur, etwa in grenznahen Regionen unter Nutzung günstiger Energiequellen wie französischem Atomstrom. In der politischen Landschaft wächst ebenfalls der Druck, wie jüngste Initiativen von Rafael Laguna de la Vera zeigen, der verstärkte Investitionen in KI-Entwicklerteams fordert. Laut aktuellen Medienberichten (z.B. FAZ, Süddeutsche Zeitung und t3n) werden in Deutschland Strategien diskutiert, um im weltweiten KI-Wettrennen nicht von US-Konzernen und China abgehängt zu werden; etwa durch eine europäische Cloud-Infrastruktur, gezielte Förderprogramme und technische Souveränität. Außerdem wird thematisiert, wie Datenschutz und ethische Richtlinien als Vorteil und Herausforderung zugleich gesehen werden. Trotz vielversprechender Forschung und Unternehmensgründungen stockt der Fortschritt aber oft an zu wenig Finanzierung und der bürokratischen Langsamkeit im europäischen Raum.