In einem erstaunlich kurzen Zeitraum haben Bürger und Unternehmen auf die Möglichkeit, direkt über das Regierungsportal Bürokratieprobleme zu melden, zahlreich reagiert. Die meisten Hinweise drehen sich um umständliche Verwaltungsprozesse, Antragsverfahren, Digitalisierungslücken und steuerliche Regelungen – alles klassische Knackpunkte deutscher Verwaltung. Experten diskutieren inzwischen, wie genau diese Rückmeldungen systematisch ausgewertet und tatsächlich in Entbürokratisierungsmaßnahmen umgesetzt werden; parallel gab es Kritik, dass viele Meldungen eher Symptome als Ursachen offenlegen. Recherchen zeigen, das Thema Bürokratieabbau bewegt aktuell viele verschiedene Kreise: Laut einem neuen Bericht bei www.sueddeutsche.de stößt das Portal insbesondere bei Mittelständlern und Start-ups auf Resonanz, die auf unkomplizierte Genehmigungsverfahren pochen. Ein Beitrag auf www.zeit.de hebt hervor, wie fehlende Digitalisierung deutsche Kommunen weiter ausbremst, etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien, während der Bürokratieabbau eher schleppend vorankommt. Und www.taz.de greift Stimmen von Gewerkschaften und Sozialverbänden auf, die davor warnen, dass manche Vereinfachungen nicht auf Kosten von Arbeitsschutz oder Transparenz gehen sollten.
09.01.26 10:49 Uhr