Entlastungsprämie: Kommt eine längere Auszahlungsfrist?

Die Bundesregierung hält es für möglich, Unternehmen mehr Zeit einzuräumen, um die geplante steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Angestellten weiterzugeben – aktuell steht nur dieses Jahr zur Debatte.

15.04.26 14:00 Uhr | 10 mal gelesen

Interessanterweise erinnert der jetzige Entwurf ziemlich an die Inflationsausgleichsprämie von damals: Damals – klingt wie eine Ewigkeit, war aber 2022 – durften Unternehmen ihren Leuten die Prämie bis Ende 2024 überweisen. Für den neuen Krisenbonus dagegen ist bislang offiziell nur das laufende Jahr als Auszahlungsfenster vorgesehen. Ob das so bleibt? Nun, der Sprecher vom Finanzministerium ließ sich da deutlich Spielraum: 'Klar, der Vorschlag ist noch nicht in Stein gemeißelt. Es geht jetzt in die parlamentarische Beratung, und da kann – na ja, man kennt das – noch manches passieren.' Die Sozialpartner dürfen natürlich auch mitreden, was nach alter Berliner Schule ein klares „Abwarten und Tee trinken“ bedeutet. Eigentlich will man ja schnelle Hilfe leisten, also eben nicht lang fackeln, damit Unternehmen zeitnah ihre Leute unterstützen können – gefühlt ein kleiner Reality-Check für all die Arbeitgeber, die, sagen wir mal, abwarten wollen, ob das Geld tatsächlich fließt. Ach ja: Ob der Staat selbst, also Bund und Co., seine Mitarbeiter mit dem Bonus versorgt, steht noch völlig in den Sternen. Das Innenministerium zuckt mit den Schultern, und auch, ob es Ministergeld gibt, bleibt, original Zitat, 'derzeit offen.' Klingt ehrlich gesagt mehr nach einem „schauen wir mal, dann sehen wir schon“.

Die Bundesregierung erwägt, die Frist zur Auszahlung der steuerfreien 1.000-Euro-Krisenprämie an Beschäftigte zu verlängern, wie es bei der Inflationsausgleichsprämie 2022/2024 der Fall war. Noch ist offen, ob die Prämie auch an Angestellte des Bundes selbst ausgezahlt wird. Laut dpa, taz und Zeit online gab es in den vergangenen 48 Stunden Unmut seitens Gewerkschaften und Arbeitgeberverband, die sich mehr Planungssicherheit und Klarheit über den künftigen Auszahlungszeitraum wünschen. Neu ist: Bundesarbeitsminister Heil hat angekündigt, mit Verbänden über eine Ausweitung der Frist zu sprechen, und die Debatte über steuerfreie Einmalzahlungen nimmt im Parlament an Fahrt auf. Auch oppositionelle Stimmen drängen darauf, dass die geplante Regelung möglichst flexibel wird, damit Unternehmen nicht aus rein formalen Gründen Hilfen verspielen.

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