Kallas, einst Premierministerin Estlands, unterstrich: ‚Wir haben dem Iran bereits empfindliche Sanktionen auferlegt – gegen Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen, das Atomprogramm und Irans Rolle im Ukrainekrieg.‘ Dennoch, so ihre klare Botschaft, sei sie bereit, zusätzliche Sanktionspakete vorzuschlagen – insbesondere als Antwort auf das gewaltsame Vorgehen gegen Bürgerproteste. Kallas blickt mit sichtlicher Sorge auf die aktuell landesweit ausgebrochenen Proteste: 'Menschen gehen enorme Risiken ein, fordern Freiheit und Selbstbestimmung, doch das iranische Regime agiert mit aller Härte.‘ Die Unterdrückung friedlicher Demonstranten nannte sie 'nicht zu rechtfertigen'.
Kurzer Themenwechsel, aber irgendwie hängt doch alles zusammen: Zum Thema Grönland äußerte Kallas, dass die NATO in der Arktis eine wachsende Rolle übernehmen müsse – nicht zuletzt wegen der zunehmenden geopolitischen Spannungen und der Bedeutung strategischer Ressourcen unter dem Eis. ‚Grönland gehört seinen Bewohnern, doch wegen russischer und chinesischer Interessen bedarf es Wächter in der Region‘, fügte Kallas an und bezog sich dabei auf die Debatte um Trumps alte Territorialansprüche. Im Umfeld werden nun trilaterale Gespräche zwischen den USA, Dänemark und Grönland organisiert.
Zur aktuellen Situation in der Ukraine äußerte sich Kallas eher pessimistisch: Obwohl manche auf einen baldigen Frieden hoffen, seien die Zeichen dafür düster. ‚Für Frieden braucht es immer zwei Akteure – für Krieg genügt einer‘, resümierte sie pragmatisch. Ihrer Ansicht nach muss die EU also weiter Druck auf Russland etwa mit Sanktionen gegen Energie, Banken und die berühmte ‚Schattenflotte‘ ausüben, weil sonst kein Einlenken zu erwarten sei.
Die EU erwägt, angesichts der jüngsten, schweren Proteste im Iran und der harten Reaktion des Regimes, neue, noch härtere Sanktionen gegen einzelne Verantwortliche sowie zentrale Wirtschaftszweige des Landes zu initiieren. Kallas spricht sich für klares internationales Engagement aus und sieht auch in anderen geopolitischen Brennpunkten – wie Grönland – die Notwendigkeit eines stärkeren westlichen Einflusses, um strategische Interessen zu schützen. In Bezug auf den Ukrainekrieg warnt sie vor übertriebenem Optimismus und mahnt, die EU müsse weiterhin konsistent wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf Russland ausüben.
Aktuelle Recherchen bestätigen, dass in den letzten Tagen zusätzliche Stimmen innerhalb der EU laut geworden sind, die eine Ausweitung der Sanktionen gegen den Iran wegen dessen Rolle im Nahen Osten fordern. Berichten zufolge bereiten die Mitgliedstaaten Schritte vor, die sowohl den Rüstungs- als auch den Energiesektor betreffen könnten. Gleichzeitig deuten Analysen in Fachmedien darauf hin, dass der Konflikt in der Ukraine sich tatsächlich zu einer Art 'Abnutzungskrieg' entwickelt, ohne erkennbare Kompromissbereitschaft seitens Russlands – was Kallas' Aussagen unterstreicht.