Ex-Wirtschaftsweise fordert Krisendialog zwischen Reiche und Habeck

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Ulrike Malmendier ermutigt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), den Austausch mit Robert Habeck (Grüne), ihrem Vorgänger, zu suchen.

heute 00:03 Uhr | 2 mal gelesen

„Es wäre wirklich sinnvoll, wenn Frau Reiche und Herr Habeck mal ein offenes Gespräch führen würden“, meinte Ulrike Malmendier im Interview mit dem 'Stern' und ntv. Sie sieht beide Minister vor ähnlich schwierigen Aufgaben: steigende Energiepreise, diffuse Unsicherheiten und der ständige Druck, die Wirtschaft anzupassen. Malmendier wundert sich, warum die eigentlich naheliegende Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, so selten ergriffen wird. Sie findet: Gerade jetzt wäre es schlau, einen parteiübergreifenden Wissenstransfer zu etablieren. Besonders deutlich: „Dieses Erfahrungswissen einfach liegenzulassen, kann sich unser Land einfach nicht leisten.“ Überdies: Malmendiers Sitz im Sachverständigenrat für Wirtschaft wurde nicht verlängert. Ihr Nachfolger ist Gabriel Felbermayr aus Österreich. Die Entscheidung, sie aus dem Rat zu nehmen, wurde intern wie extern durchaus kritisch aufgenommen – Überraschung inklusive.

Inmitten der wirtschaftlichen Turbulenzen in Deutschland fordert Ulrike Malmendier, ehemals Mitglied im Sachverständigenrat, einen offenen Dialog zwischen der amtierenden Ministerin Reiche und Ex-Minister Habeck, um dringend benötigte Erfahrungen auszutauschen. Ihre Forderung illustriert die Notwendigkeit parteiübergreifender Kooperationen angesichts gemeinsamer Krisen wie Energiepreissteigerungen und ökonomischer Unsicherheit. Zeitgleich sorgt der Wechsel von Malmendier zu Felbermayr im Sachverständigenrat für kritische Stimmen in Politik und Wissenschaftszirkeln. Weitere Recherchen zeigen: Derzeit betonen viele Wirtschaftsexperten die Gefahr, dass politische Blockaden und mangelnde Zusammenarbeit zwischen Parteien notwendige Reformen verzögern. Zudem wächst der Druck auf Regierung und Opposition, gerade angesichts aktueller Krisen den Dialog zu suchen, anstatt sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Gleichzeitig rückt auch international die Frage nach Dialogformaten zwischen Wirtschaftslenkern und Politikern in den Fokus, um Transformationsprozesse zu beschleunigen.

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