Manchmal hat man ja diesen Moment, wo man sich denkt: Jetzt wird alles besser – und dann passiert… nichts. Das schildert Burkhard Stork, der Chef des Zweirad-Industrie-Verbands, ziemlich klar gegenüber dem 'Handelsblatt': Auch 2025 geht es mit den Verkaufszahlen nochmals bergab. Es ist gewissermaßen der fünfte Schlag für die deutsche Fahrradindustrie infolge, während einige Betriebe weiter auf dem finanziellen Drahtseil balancieren – das Geld sitzt nicht mehr so locker, wie viele gehofft hatten und einige stehen offenbar vor echten Schwierigkeiten. Laut Thomas Heckrath-Rose von Rose Bikes ist das Bild nicht gerade rosig: Die Branche kämpft mit wirtschaftlichen Unsicherheiten, zu viel Papierkram, mangelnden politischen Rückenwind und – nicht zu vergessen – randvollen Lagern, die die Firmen irgendwie drücken und drücken.
Interessant übrigens wie die Pandemie die Erwartungen verzerrt hat: Die sprunghafter gestiegene Nachfrage nach Rädern damals wurde von vielen wohl als dauerhaftes, neues Level missgedeutet. Heute scheint klarer denn je: Diese euphorischen Jahre waren eher eine Ausnahme – vier Millionen verkaufte Räder pro Jahr erscheinen als obere Grenze. Vielleicht ist die Hoffnung auf ein zweites Boom-Wunder also doch schöner als die Realität.
Die deutsche Fahrradindustrie bleibt trotz aller Hoffnungen weiterhin in einer schwierigen Situation, da die Verkaufszahlen selbst 2025 erneut zurückgegangen sind. Unternehmer wie Burkhard Stork (ZIV) und Thomas Heckrath-Rose (Rose Bikes) weisen auf eine angespannte finanzielle Lage vieler Betriebe hin, ausgelöst durch hohe Lagerbestände, Unsicherheit in der Wirtschaft und unzureichende politische Unterstützung. Die Annahme, dass der pandemiebedingte Boom zu einem dauerhaft höheren Absatz führen würde, hat sich nicht bestätigt – realistisch betrachtet liegt die Obergrenze wohl bei rund vier Millionen Rädern jährlich.
Recherchen in aktuellen Medien zeigen: Die Branchenkrise ist Teil einer umfassenderen Zurückhaltung im gesamten Einzelhandel, ausgelöst durch Inflation und Konsumzurückhaltung. Parallel diskutieren Experten, welche Impulse – von der Infrastruktur über Steueranreize bis hin zur Unterstützung durch die Politik – wirklich helfen könnten, die Kurve zu kriegen. Die Diskussionen um neue Mobilitätskonzepte und Fahrradförderungen laufen zwar weiter, stoßen jedoch auf die anhaltende Skepsis vieler Fachhändler und Kunden.