FILMFEST MÜNCHEN 2024: Lichter, Kamera, Auftakt – Das Festival beginnt

Tradition trifft Aufbruch: München läutet die 43. Ausgabe seines renommierten Filmfests mit einer rauschenden Feier im Gasteig HP8 ein. Über 1.500 Gäste verfolgten den Start eines der facettenreichsten Kinoereignisse des Landes.

heute 11:32 Uhr | 2 mal gelesen

Vorhang auf: Mit der Deutschlandpremiere von „Vaterland“ – unter der Regie von Pawel Pawlikowski und mit namhafter Besetzung um Sandra Hüller, Hanns Zischler und Devid Striesow – läutete das diesjährige FILMFEST MÜNCHEN sein zehntägiges Programm ein. Die biografische Verfilmung rund um Thomas Mann, Cannes-prämiert, zog das Publikum im Gasteig HP8 in ihren Bann und bot einen eindringlichen Vorgeschmack auf das, was europäisches Kino heute erzählen kann.

In ihren Eröffnungsworten betonten Festivalleiter Christoph Gröner und Julia Weigl die Relevanz eines Films, der Gegenwart und Historie verzahnt, private Brüche dem Zeitgeschehen gegenüberstellt und damit wie gemacht ist für München: „Vaterland“ steht beispielhaft für internationales Autorenkino, das Vergangenheit, Identität und Zeitgefühl erlebbar macht – und wurde dementsprechend auch schon in Cannes gefeiert.

Die Münchner Filmszene hatte sich zu diesem Anlass in ihrer vollen Bandbreite versammelt: von Nachwuchs bis Kult, von Prominenz aus Film und TV (u.a. Kya-Celina Barucki, Maria Furtwängler, Max von Thun, Josefine Preuß) bis hin zu Jurymitgliedern wie Haley Louise Jones und Ella Rumpf. Aber auch Vertreter*innen aus Politik und Kultur – darunter Claudia Roth und Oberbürgermeister Dominik Krause – mischten sich unter die Festivalgesellschaft.

Dominik Krause hob in seiner Begrüßung die verbindende Kraft des Festivals hervor, das München für anderthalb Wochen zur internationalen Filmheimat macht. Medienminister Dr. Florian Herrmann wiederum strich die Rolle von München als Impulsgeber für die europäische Filmszene heraus, etwa durch die Industry Days und den Fokus auf internationale Koproduktionen.

Schon im Vorfeld versprach das Festival mehr als Kino: Die Creators Conference der Produktionsallianz schaute auf Zukunftsszenarien der Filmbranche, es folgten Warm-up-Veranstaltungen wie die Junge Nacht im Kunstareal oder das Screening des neuen „Tatort: Zwischenwelten“. Das Kinderkino eröffnete am Samstag mit „Dante“ von Linda Hambäck, weitere Highlights wie „Chasing Summer“ (US-Indie) und der Debattenfilm „Identitti“ setzten früh eigene Akzente.

Insgesamt warten mehr als 130 Filme auf neugierige Besucher – ein bunter Mix aus Wettbewerben, Premieren aus aller Welt und Gesprächsformaten im ganzen Stadtgebiet. München lebt jetzt zehn Tage ganz im Zeichen der Filmkunst – und es bleibt spannend, welche Entdeckungen noch warten.

Das FILMFEST MÜNCHEN 2024 startete mit dem Cannes-geehrten Film ‚Vaterland‘ von Pawel Pawlikowski. Über 1.600 Gäste aus Kultur, Politik und Medien fanden sich zur Eröffnung im Gasteig HP8 ein und feierten die Bandbreite des europäischen Kinos. Im Zentrum des Festivals stehen mehr als 130 internationale und deutsche Filmproduktionen, dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Podien, Kinderkino und Branchenevents. Neueste Ergänzungen aus der Berichterstattung: Die Festivalleitung will mit gezielten Diskussionen über Vielfalt und Nachhaltigkeit in der Filmproduktion neue Akzente setzen. Außerdem wurde bekannt, dass das FILMFEST dieses Jahr besonders eng mit lokalen Kulturpartnern zusammenarbeitet, um die Vernetzung innerhalb der Stadt zu verstärken. Der neue Tatort mit Münchens Ermittler-Duo und zahlreiche Workshops für junge Filmschaffende stoßen auf reges Interesse – auch das renommierte Publikum aus dem Ausland zeigt sich beeindruckt vom hohen künstlerischen und gesellschaftlichen Anspruch des Festivals.

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