Friedrich Merz rüstet sich für möglichen Eklat mit Trump

Friedrich Merz, Kanzler der CDU, lässt diskret Schwachpunkte der USA eruieren – für den Fall, dass Donald Trump erneut zu politischem Druck und wirtschaftlichem Muskelspiel greift.

heute 00:04 Uhr | 2 mal gelesen

Tja, kaum ist die Erinnerung an Donal Trumps letzte Amtszeit halbwegs verblasst, da macht sich Kanzler Merz schon Gedanken: Was, wenn der ehemalige – und vielleicht künftige – US-Präsident wieder mit harten Bandagen spielt? Laut Informationen der SZ wurde im Kanzleramt eine vertrauliche Liste erstellt, auf der festgehalten wird, wo und wie die Vereinigten Staaten in wirtschaftlicher oder politischer Hinsicht auf Deutschland angewiesen sind. Von Hightech-Maschinen, über Baufahrzeuge bis zu Medizintechnik – typische deutsche Exportschlager für die amerikanische Wirtschaft. Interessanterweise geht’s aber nicht nur um Güter, sondern auch um strategische Orte, wie etwa den Flughafen Köln/Bonn oder Ramstein, eine Art Tor nach Europa für das US-Militär. Das alles natürlich unter der Prämisse: Nicht gleich auf den Tisch legen, sondern erstmal abwarten und Informationen sammeln – wer weiß schon, welcher Ton aus Washington in Zukunft wieder herrscht? Übrigens stellt Stefan Mair von der SWP klar: So ein Vorgehen ist sinnvoll, denn Druck scheint auf Trump zu wirken. Trotzdem: Im Sicherheitsbereich sieht es düster aus. Deutschland bleibt ohne Verbündete militärisch eher schwach auf der Brust, meint Mair – und ein bisschen nervös klingt das schon.

Der Kanzler Friedrich Merz positioniert sich vorsorglich angesichts der Möglichkeit, dass Donald Trump erneut US-Präsident wird. In einem noch als Geheimnis gehüteten Papier werden Deutschlands wirtschaftliche und strategische Einflussmöglichkeiten gegenüber den USA aufgelistet – als Reaktion auf Trumps bekannte Praxis, Verbündete auch mal rabiat unter Druck zu setzen. Fachleute wie Stefan Mair unterstützen diese defensive Vorbereitung, mahnen aber gleichzeitig, dass Deutschland im Bereich der klassischen Sicherheitspolitik nicht auf eigenen Füßen steht. Laut aktuell veröffentlichten Artikeln (tagesaktuell) ist in den letzten Tagen eine Debatte über die europäische Verteidigungsautonomie sowie über die Rolle Deutschlands als Knotenpunkt im transatlantischen Verhältnis entfacht worden. Im Lichte jüngster Eskalationen zwischen den USA und Verbündeten – etwa im Zusammenhang mit Zöllen, Digitalpolitik oder NATO-Beiträgen – gewinnt das Thema zusätzliche Dringlichkeit. Auch nach Recherchen auf internationalen Nachrichtenplattformen stehen deutsche Standorte wie Ramstein oder Landstuhl weiterhin im Mittelpunkt geopolitischer Debatten, da sie für die US-amerikanische Militärpräsenz in Europa nach wie vor unverzichtbar sind.

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