Manchmal fühlt es sich so an, als würde sich in der Politik alles im Kreis drehen – bis jemand das Muster durchbricht. Genau das fordern nun die SPD-Frauen: Schluss mit der reinen Männerlinie an der Staatsspitze, Perspektivwechsel gewünscht! 'Wir brauchen endlich eine Frau als Bundespräsidentin', sagte Carmen Wegge, die Vorsitzende der sozialdemokratischen Frauen, in einem Gespräch mit der Funke-Mediengruppe. Namen? Nein, da bleibt es erstmal offen, aber die Vorstellung, dass 'viele großartige Frauen' bereitstehen, steht im Raum wie ein Versprechen. Auch die Grünen mischen sich mit ein. Britta Haßelmann, Bundestagsfraktionschefin, erklärte, bei den Grünen sei das Thema zwar noch nicht offiziell auf der Agenda, 'doch ich bin schon lange überzeugt: Es ist überfällig, dass eine Frau dieses Amt übernimmt.' – Typisch Politik, offizielle Gespräche noch Fehlanzeige, aber der Wind dreht sich. Vielleicht ist es Zeit, umzudenken, und nicht einfach das Vorhersehbare fortzuschreiben.
Im Kern geht es den SPD-Frauen um einen historischen Wechsel: Nach über siebzig Jahren ausschließlich männlicher Bundespräsidenten plädiert die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen eindringlich für eine weibliche Kandidatur für das Amt im Jahr 2025, wenn Frank-Walter Steinmeiers Amtszeit endet. Auch prominente Politikerinnen der Grünen unterstreichen die Notwendigkeit einer solchen Veränderung, wenngleich bislang keine konkreten Namen gehandelt werden. Recherchen zeigen, dass eine breite Debatte zur Repräsentation von Frauen in höchsten politischen Ämtern derzeit an Fahrt aufnimmt – es gibt vermehrt öffentliche Forderungen nach einer Präsidentin, unterstützt von Teilen der Zivilgesellschaft und mehreren Parteien.