Karin Prien äußert sich zurückhaltend zu Spekulationen um Bundespräsidentenamt

Gerüchte um mögliche Kandidaten für das höchste Staatsamt bringen die CDU-Politikerin Karin Prien immer wieder ins Gespräch.

heute 00:03 Uhr | 4 mal gelesen

Es hat schon beinahe Tradition: Immer, wenn über die Nachfolge des Bundespräsidenten getuschelt wird, fällt irgendwann der Name Karin Prien. Doch ausgerechnet Prien selbst, die als stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und mit ihrer klaren Art in Schleswig-Holsteins Landespolitik auffällt, zieht sich elegant aus der Affäre – zumindest vorerst. Auf die Frage der 'Rheinischen Post', ob sie Ambitionen auf Schloss Bellevue hege, gab sie sich diplomatisch: ‚Ich bin mit viel Herzblut in meinem aktuellen politischen Amt und sehe da noch genug Baustellen.‘ Die Sache mit dem Dienen betonte sie auch, fast schon staatsmännisch: „Ich versuche immer, meinem Land zu dienen.“ Was sagt man dazu? In der CDU brodelt es derweil weiter – jüngst war zu hören, es gäbe gar die Befürchtung, dass Angela Merkel unter grüner Flagge antreten könne. Auch so ein politischer Irrläufer, der prompt von allen Seiten dementiert wurde. Wie viel Kalkül und wie viel Zufall in diesen Namen-Diskussionen steckt, bleibt ohnehin oft im Nebel.

Karin Prien bleibt bei Spekulationen um ihre mögliche Kandidatur für das Bundespräsidentenamt unverbindlich und betont ihre Verpflichtung gegenüber ihrem aktuellen Amt. Die Gerüchteküche in der CDU lebt von Namen wie Prien und auch der überraschenden Idee, Angela Merkel von den Grünen ins Rennen zu schicken, doch sowohl Merkel als auch die Grünen haben das entschieden zurückgewiesen. Interessant ist aktuell, wie unterschiedlich Beobachter die Rolle des Bundespräsidenten im politischen Gefüge Deutschlands einschätzen – einige sehen eine neue Dynamik im Auswahlprozess, andere bleiben skeptisch und erwarten, dass die CDU verstärkt nach einem eigenen Profil für hohe Staatsämter sucht. In den letzten Tagen wurde zudem in mehreren Medien thematisiert, wie die Union strategisch mit Personalfragen umgeht und dabei nicht nur an Prien, sondern auch an weniger prominente Namen denkt, um frische Impulse zu setzen. Angesichts der experimentierfreudigen öffentlichen Diskussion fragt man sich fast, ob die Unberechenbarkeit Teil des Plans ist.

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