Fußball-WM: Kraftakt von Saudi-Arabien – Unentschieden gegen Uruguay

In einem nervenaufreibenden Schlagabtausch bei der Fußball-WM haben sich Saudi-Arabien und Uruguay mit einem 1:1 die Punkte geteilt – ein Ergebnis, das beiden Teams zu denken geben dürfte.

heute 02:22 Uhr | 5 mal gelesen

Eine Szene sticht heraus: In der 41. Minute nutzte Abdulelah Al Amri eine flach getretene Ecke von Musab Al Juwayr eiskalt und bugsierte die Kugel aus wenigen Metern ins Netz. Bis dahin war das Spiel eher von vorsichtiger Abtastung und Taktik geprägt; Uruguay verbuchte zwar durch Federico Vinas die erste ernstzunehmende Gelegenheit, doch der saudi-arabische Keeper Mohammed Al Owais bewahrte kühlen Kopf und parierte sehenswert. Kaum war der Treffer gefallen, zog Uruguay die Zügel an, rannte aber bis zum Pausenpfiff trotzdem meist vergeblich an. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein ganz anderes Bild: Uruguay nahm das Zepter fest in die Hand, vergab einige Riesenchancen und musste lange Geduld beweisen, bis Maxi Araujo nach einem abgeprallten Kopfball zum verdienten 1:1 abstaubte. Beide Teams warfen in der Schlussphase alles rein – frische Beine durch zahlreiche Wechsel inklusive. Aber irgendwie fehlte am Ende das letzte Quäntchen Glück (oder auch Mut?), keiner fand die entscheidende Lücke. Intensität und Zweikampfhärte prägten die Partie, manchmal knisterte es regelrecht – wie oft so bei Spielen, in denen keiner verlieren will. Beide Trainer zogen die meisten Register. Alles in allem: ein gerechtes Remis, mit dem wohl beide nicht hundertprozentig zufrieden sind – aber was nimmt man nicht alles bei einer WM.

Das Unentschieden zwischen Saudi-Arabien und Uruguay war letztlich ein Resultat taktischer Disziplin beider Mannschaften: Die Saudis überraschten mit einer kämpferisch starken ersten Hälfte, während Uruguay erst nach dem Seitenwechsel seine Offensivkraft voll ausspielte. Auf internationaler Ebene wurde das Spiel als Paradebeispiel dafür betrachtet, wie kleinere Fußballnationen inzwischen auf Augenhöhe mit etablierten Teams agieren können; dies wurde besonders durch Al Owais' zahlreiche Paraden und die saudi-arabische Laufbereitschaft deutlich hervorgehoben. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Weltfußball: Laut aktuellen Recherchen wird immer offensichtlicher, wie bedeutend taktische Flexibilität und ein starker Teamgeist für Außenseiter wie Saudi-Arabien sind – in einer WM, in der Überraschungen zunehmend wahrscheinlicher werden.

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