Generation Z auf Jobsuche: Warum der Meisterbrief jetzt zur Eintrittskarte für Karriere wird

In den Timelines jonglieren Bachelor-Absolventen mit Absagen, während die Industriefachbetriebe verzweifelt nach qualifizierten Leuten fahnden. Besonders gefragt: Menschen mit Meister-Status. Während viele Studienabsolventen sich irgendwie durch Praktika hangeln, stehen qualifizierte Handwerker heute auf gefragten Listen – und verdienen oft mehr als die Uniformträger des Elfenbeinturms. Wer mitdenkt, sichert sich diesen Karriere-Joker, bevor sich das Fenster schließt.

heute 11:01 Uhr | 19 mal gelesen

Es ist fast unterhaltsam – oder erschreckend –, wie wenig die sogenannte Gen Z die Industrie als Karriereort wahrgenommen hat. Meister zu werden, ist inzwischen eher ein Geheimtipp als ein Trostpreis: solide Aufstiegschancen, Respekt und oftmals kaum Kosten, wenn man staatliche Förderungen geschickt nutzt. Im Folgenden ein Blick auf dieses unterschätzte Karrierefeld, das viele unterschätzen – vielleicht sogar gerade deswegen, weil es bodenständiger daherkommt als hippe Start-ups.

Warum Unternehmen jetzt nach Meistern lechzen – und die Generation Z das übersieht

Während viele mit Hochschuldiplom auf eine Gelegenheit hoffen, werden in Werken, Lägern und Produktionshallen händeringend Leute gesucht, die wirklich wissen, wie es läuft. Führung, Struktur im Betrieb, ein waches Auge für Qualität – Industriemeister sind mehr als praktische Alltagshelden, sie sind der Motor, der trotz Komplexität alles zusammenhält. Pläne schreiben, Prozesse überwachen, Mitarbeiter steuern: Kaum ein Bereich, der nicht von erfahrenen Praktikern lebt. Und während ein Studium als Allheilmittel gefeiert wird, bleibt die Karriere via Meistertitel oft schneller und finanziell lukrativer.

Gute Leute, gute Gehälter

Die Zahlen sprechen für sich: Industriemeister knacken schnell Jahresgehälter zwischen 55.000 und deutlich über 80.000 Euro – und das Grundgehalt wird oft durch Zuschläge für Nachtschichten und Verantwortung derart gepolstert, dass so mancher Akademiker blass wird. Die Betriebsleiter von morgen starten heute ihren Weg mit einem Meisterbrief. Warum? Der Markt wächst, ältere Jahrgänge gehen, Industrie 4.0 fordert neue Macher.

Vom Gesellen zum Meister – individueller denn je

Ob Schichtdienst, Familie oder andere Verpflichtungen: Die Weiterbildung zum Meister ist heute ein flexibles Modell, das auch Online-Optionen bietet. Wer sich reinhängt, für den gibt es bis zu 75 Prozent finanzielle Bezuschussung und vielerorts sogar Sonderprämien als Bonus nach der Prüfung. Karriere mit Netz und doppeltem Boden sozusagen.

Realer Weg: Rasant nach oben

Praxis statt Theorie: Ein ausgebildeter Industriemechaniker, der erst in der Schichtarbeit rackert, verdient anfangs gut 2.900 Euro netto. Überträgt ihm der Betrieb mehr Verantwortung, legt das Gehalt zu, spätestens mit Meistertitel und Übernahme einer Schicht Führungsposition winken rund 4.200 Euro netto monatlich – Erfahrungsberichte wie diese gibt es zuhauf, selten wird drüber gesprochen.

Fazit

Die Berufswelt sortiert sich neu. Während viele junge Leute nach dem Studium ins Leere laufen, stellen andere mit handfestem Know-how und Meistertitel die Weichen für ein erfüllteres, krisensicheres Berufsleben. Meister? Kein Notnagel. Sondern eine Perspektive für alle, die lieber anpacken als zögern.

Hinter den Kulissen

Stephan Rodig und Sebastian Jund, Köpfe der Bildungsfabrik, begleiten angehende Industriemeister auf ihrem Weg. Flexibles Lernen, digitale Tools, individuelle Betreuung – und das mit einem frischen Ansatz fernab der klassischen Berufsschulkulisse. Wer sich informieren will: https://bildungsfabrik-online.de/

Ansprechpartner:

Bildungsfabrik Coaching GmbH
Stephan Rodig, Sebastian Jund
E-Mail: info@bildungsfabrik-online.de
Web: bildungsfabrik-online.de
Für redaktionelle Kontakte: Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de

Originaltext: Bildungsfabrik Coaching GmbH / news aktuell

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Der Meisterbrief erlebt einen kleinen Höhenflug: Immer mehr Betriebe suchen nach praktisch ausgebildeten Führungskräften, während viele Akademiker in Warteschleifen festhängen. Der Karriereweg zum Meister ist heute durch digitale Angebote, flexible Kurse und hohe staatliche Zuschüsse deutlich niederschwelliger geworden – ein handfester Vorteil in Zeiten des Arbeitskräftemangels. Neue Trends wie Industrie 4.0 verstärken die Nachfrage, da Prozesse komplexer werden und Mitarbeiter gebraucht werden, die technische und organisatorische Verantwortung tragen können. Zusätzlich berichten Medien in aktuellen Artikeln, dass Jobmangel bei akademisch Ausgebildeten ein reales Phänomen ist, beispielsweise melden zahlreiche Absolventen Frust nach dutzenden Bewerbungen ohne Erfolg, parallel dazu berichten Arbeitgeber von massiven Vakanzen in technischen und handwerksnahen Berufen (Quelle: Der Spiegel). Zugleich werden Programme ausgeweitet, um Meisterausbildungen zu fördern: Die Bundesregierung hat jüngst das Aufstiegs-BAföG verbessert und die Meisterprämie in mehreren Ländern erhöht, was einen regelrechten Run auf entsprechende Weiterbildungen ausgelöst hat (Quelle: Die Zeit). Ein weiteres Thema, das in den letzten Tagen immer wieder aufploppt: Die Flexibilität in der Weiterbildung sorgt dafür, dass auch Leute in Schichtarbeit, Eltern oder Berufsumsteiger nun realistische Chancen auf einen Meisterabschluss haben (Quelle: Süddeutsche Zeitung).

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