Die Debatte um einen blitzschnellen Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete ist geprägt von gegenseitigem Misstrauen: Während die Bundesregierung Integration beschleunigen will, kritisieren die Grünen, dass echte Reformen von Symbolpolitik überlagert werden. Zudem wird kritisch angemerkt, dass gleichzeitig Integrationskurse erschwert und damit genau jene Unterstützungsangebote eingedampft werden, die für einen nachhaltigen Einstieg in den Arbeitsmarkt eigentlich unerlässlich sind. Aktuelle Medienberichte und neue Stimmen aus den Ländern bestätigen dieses Spannungsfeld: Während manche Unternehmen auf schnelle Arbeitskraft von Geflüchteten hoffen (etwa im Handwerk oder in der Pflege), warnen Gewerkschaften und Sozialverbände zugleich vor neuen Unsicherheiten für Geflüchtete – besonders bezüglich der Rechtslage und möglicher Ausschlusskriter ien. Zusätzlich wird in mehreren Zeitungsberichten darauf hingewiesen, dass die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, wie kompliziert und bürokratisch der Zugang für Asylsuchende oft bleibt, auch wenn im politischen Raum einfache Lösungen versprochen werden.