SPD signalisiert Zustimmung zu Dobrindts Vorstoß für schnelleren Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten

Die SPD spricht sich klar für die neuen Pläne von Innenminister Dobrindt aus, Asylbewerbern künftig früher die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen.

22.02.26 11:59 Uhr | 9 mal gelesen

„Arbeit ist der Schlüssel für echte Teilhabe an unserer Gesellschaft, und die Sprache lernt man aus meiner Sicht eben am besten mittendrin, beim Arbeiten“, betont SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese gegenüber der 'Rheinischen Post'. Klar, macht er weiter, braucht unser Land dringen neue Arbeitskräfte – gerade wenn man auf den demografischen Wandel schaut. Von daher: Gut, dass der Koalitionsvertrag jetzt endlich an Fahrt gewinnt und Dobrindt aktiv wird. Was steckt konkret dahinter? Der 'Sofort-in-Arbeit-Plan' sieht vor, Geflüchteten schon nach drei Monaten eine Jobchance zu eröffnen, auch wenn ihr Asylverfahren weiterläuft (das hat Dobrindt selbst in der 'Bild am Sonntag' bestätigt). Eine verpflichtende Arbeitsaufnahme? Nein, bleibt freiwillig. Außerdem, sagt ein Sprecher des Innenministers, bleibt das eigentliche Asylverfahren davon unberührt – das Verfahren selbst und dessen Ausgang ändert sich durch das Vorhaben nicht.

Unterm Strich befürwortet die SPD, dass Asylsuchende in Deutschland schneller arbeiten dürfen – auch, weil Deutschland es sich kaum noch leisten kann, auf motivierte Fachkräfte oder Arbeitswillige zu warten. Der von Dobrindt präsentierte Plan schlägt vor, bereits nach drei Monaten den Arbeitsmarkt zu öffnen – statt wie bisher oft erst nach Monaten oder Jahren. Die Debatte läuft: Kritiker warnen vor möglichen Missbrauchsszenarien oder drohender Überforderung, andere feiern den pragmatischen Schritt hin zu mehr Integration und Alltagsnormalität – auch, weil Zuwanderer so deutlich schneller unabhängig werden können.

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