Es ist eine Entwicklung, die in Fachkreisen derzeit für Stirnrunzeln sorgt – und mittlerweile öffentliches Echo findet: Die Pläne für das neue Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium könnten eine ganze Branche ausbremsen. Konkret steht die Abschaffung der Entschädigungen bei zwangsweise abgeschalteten Anlagen („Redispatch-Vorbehalt“) auf dem Tisch. Betreiber, die investieren wollen, stünden plötzlich ohne Absicherung da – mit Blick auf die unberechenbaren Realitäten des Stromnetzes ein riskantes Spiel. Dazu gesellen sich undurchsichtige Sonderregelungen und ein Bürokratiedschungel, unter dem nicht zuletzt die über 850 deutschen Verteilnetzbetreiber ächzen dürften.
Christoph Strasser, Vorstand von MaxSolar, bringt es auf den Punkt: „Ohne Planungs- und Investitionssicherheit fehlt unserem Sektor das Fundament. Wer gerade jetzt auf die Bremse tritt, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit und das Ziel einer grünen Energiezukunft.“ Auch Branchengrößen wie RWE haben sich kritisch geäußert – von „absurd“ ist zu hören.
Tatsächlich fordern die Alliierten, an den tatsächlichen Engstellen anzusetzen – beispielsweise mit Konzepten wie „Nutzen statt Abregeln“, also Strom möglichst immer zu verwenden statt ihn wegzuwerfen, einer offenen Netzausbauplanung und moderneren Anschlussverfahren. Dadurch könnten Kosten gesenkt, Innovationen entfesselt und die heimische Wirtschaft gestärkt werden – so das Credo.
Ein weiteres Detail: Die Hamburger Initiative bekommt Rückenwind aus ganz Deutschland. Auch aus München kommen mittlerweile laute Warnungen. MaxSolar und Energy Partners mischen bei beiden Initiativen mit und versuchen so, die Gesetzgebung nicht im Elfenbeinturm, sondern gemeinschaftlich zu gestalten.
Zur Allianz gehören Unternehmen aus nahezu allen Ecken der erneuerbaren Welt: Von Green Planet Energy bis Nordex, von Bürgerinitiativen bis hin zu Banken und Rechtsanwälten. Sie alle eint die Sorge, dass neue Netzhürden den nötigen Umbau der Energieversorgung weiter in die Ferne rücken könnten.
Wer mehr wissen möchte: Die zugrunde liegenden offenen Briefe an die Politik sind öffentlich einsehbar (Links siehe unten).
Abschließend ein kurzer Blick auf MaxSolar selbst: Das Unternehmen versteht sich als Entwickler und Betreiber ganzheitlicher Energieprojekte – Solarkraft trifft Speicher, dezentrale Wärmeversorgung trifft Mobilitätskonzepte. Mit einer siebenstelligen Projektpipeline ist man nicht nur in Hamburg, sondern deutschlandweit aktiv. Weitere Informationen gibt es unter www.maxsolar.com.
Die geplanten Regelungen des Bundeswirtschaftsministeriums stoßen auf heftige Ablehnung bei Hamburger und bundesweiten Energieunternehmen. Insbesondere wird das Ende der Ausgleichszahlungen für zwangsweise gedrosselte Anlagen als erhebliches Investitionshemmnis bewertet, weil Projektbetreiber damit das Risiko von Ertragsausfällen allein tragen würden – in einer Phase, in der massive Investitionen in erneuerbare Energiequellen unabdingbar sind. Die Allianz fordert stattdessen konkrete Maßnahmen wie die Förderung der Nutzung von Überschussstrom, weniger Bürokratie und Planungssicherheit als Fundament für die Energiewende.
Recherchen zeigen: Auch in aktuellen Medienberichten ist das Thema präsent. So warnt etwa der Bundesverband Erneuerbare Energie vor einem Systembruch und fürchtet, dass das Netzpaket die Ziele des Klimaschutzgesetzes erneut in Gefahr bringe. Die Ampel-Koalition steht, wie etwa auch der Tagesspiegel und die Süddeutsche berichten, unter starkem Druck aus der Branche, weil grundlegende Investitionsentscheidungen für den nächsten Jahrzehnten nicht zuletzt an neuen Netzhürden zu scheitern drohen. Zudem werfen Experten die Frage in den Raum, ob angesichts sinkender Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren und internationalem Standortwettbewerb Deutschland nicht Gefahr läuft, ins Hintertreffen zu geraten.