Glücksgefühl als Wirbel im Kopf
Wenn wir glücklich sind, tanzen unsere Gehirnzellen und knistern im Takt – so beschreiben es zumindest manche Neurowissenschaftler. Die Bühne des Glücks gehört hier vor allem den Botenstoffen Serotonin, Dopamin und Oxytocin. Aber: Können wir diese Euphorie einfach künstlich anschalten? Mit einem besonderen Blick auf den Vagusnerv suchen Ärztinnen und Ärzte nach Wegen, unser Wohlbefinden gezielt zu beeinflussen – und es gibt sogar Stimmen, die meinen, damit den berühmten Glücksmoment zu triggern. Doch Hand aufs Herz: Ist das schon wissenschaftlicher Konsens – oder eher ein Versprechen, das noch auf Belege wartet?
Kann man Glück zählen?
Von Soziologen bis hin zu Ministerien – fast überall will man inzwischen wissen: Wie glücklich bist du? Der "World Happiness Report" etwa misst weltweit, wie Menschen ihre Lebenszufriedenheit empfinden und in Zahlengittern ausdrücken. Aber wie sinnvoll ist das Ganze – kann man Glück wirklich auf einer Skala von null bis zehn einfangen, oder lässt sich das schwer fassen?
Viele Wege nach Glückstadt
Macht Geld glücklich? Oder doch eher Gesundheit? Überraschenderweise landen beide Faktoren in Umfragen oft nicht auf dem Treppchen, wo man sie vermuten würde. Harald Lesch gräbt tiefer und lässt Expertinnen und Experten zu Wort kommen – auf der Suche nach den kleinen und großen Dingen, die den individuellen Glückskompass ausrichten. Schnell wird klar: Glück hat viele Gesichter, manchmal auch Ecken und Kanten, und jede Geschichte ist eben doch persönlich.
Wer Gebärdensprache braucht oder Untertitel bevorzugt, wird in der Mediathek und App ebenso fündig.
In dieser Terra X-Ausgabe nimmt Harald Lesch die große Frage nach dem Glück unter die Lupe – von Hirnchemie bis hin zu gesellschaftlichen Umfragen. Recherchen aktueller Nachrichten zeigen: In vielen Artikeln der letzten Tage wird betont, dass Glück und Lebenszufriedenheit zunehmend als politischer und sozialer Maßstab gelten, auch im Vergleich zwischen verschiedenen Gesellschaften. Neuere wissenschaftliche Studien beschäftigen sich vor allem mit Alltagserfahrungen, sozialer Verbundenheit und psychischer Resilienz als entscheidenden Zutaten für nachhaltig empfundenes Glück – technische Eingriffe wie die Stimulation des Vagusnervs werden weiterhin diskutiert, stehen aber noch am Anfang ihrer tatsächlichen Anwendbarkeit.