Inflation auf Sinkflug: Länderzahlen zeigen rückläufige Preissteigerung

Zahlen aus mehreren Bundesländern weisen darauf hin, dass die Inflation bundesweit im Dezember spürbar gesunken ist – ein Trend, der Hoffnung auf Entspannung macht.

06.01.26 10:49 Uhr | 20 mal gelesen

Erste Meldungen aus den Bundesländern am Dienstagvormittag lassen aufhorchen: Der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr schwächt sich offenbar spürbar ab. Besonders deutlich ist das in Nordrhein-Westfalen zu sehen, wo das Inflationsniveau von 2,3 Prozent auf mittlerweile 1,8 Prozent gefallen sein soll. Auch Sachsen, Niedersachsen und das Saarland notierten einen Rückgang auf 1,9 Prozent (zuvor 2,2 Prozent). In Berlin, Hessen und Brandenburg wurde die Teuerungsrate ebenfalls niedriger gemessen – jeweils 2,2 Prozent, nachdem diese Werte im November noch zwischen 2,5 und 2,6 Prozent lagen. Auffällig: Aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt fehlen diesmal Zahlen – offenbar war der Feiertag wichtiger als Statistik. Das macht die bundesweite Prognose wackliger als sonst, aber der rückläufige Trend scheint deutlich. Viel spricht dafür, dass die Teuerungsrate nun bundesweit bei rund 1,8 bis 2,1 Prozent liegen könnte, also klar unter dem Novemberwert. Die offizielle Schätzung des Statistischen Bundesamts wird für den Nachmittag erwartet, die endgültigen Zahlen folgen später im Monat. Wirklich große Überraschungen gibt es dabei selten – aber ganz auszuschließen sind sie nie.

Die Inflationsrate in Deutschland scheint zum Jahresende spürbar nachzulassen, zumindest deuten die vorliegenden Zahlen aus mehreren Bundesländern darauf hin. Wirtschaftsexpertinnen werten dies als positives Signal, da sinkende Energiepreise und eine langsamere Preisentwicklung im Einzelhandel zur Beruhigung beitragen. Allerdings bleibt ein Rest Unsicherheit, weil Daten aus wichtigen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg wegen der Feiertage fehlen, und die endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamts noch ausstehen. Laut aktuellen Medienberichten hat sich die Inflation insbesondere im Lebensmittelbereich und beim Wohnen weniger stark entwickelt als im Vorjahr, was auf eine Entspannung auch für private Haushalte hindeuten könnte. Die EZB beobachtet die Entwicklung genau, da sie Auswirkungen auf den Leitzins und mögliche geldpolitische Kursänderungen haben kann.

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