Heftige Erdbeben erschüttern Venezuela – Trump kündigt Unterstützung an

Innerhalb kurzer Zeit haben zwei ungewöhnlich starke Beben Venezuela erschüttert. Zahlreiche Menschen werden vermisst oder verletzt. Die USA bieten schnelle Hilfe an.

heute 06:09 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal passieren Dinge, die die Zeit stehen lassen. Der Mittwochabend in Venezuela war so einer: Erst bebte der Boden um 18:05 Uhr Lokalzeit – ein lautes Zittern, dann Stille, bloß das ferne Heulen von Sirenen. Kaum erholte sich jemand, folgte das zweite Beben knapp 30 Minuten später. Die Werte schwankten zwischen 6,9 und 7,5 – auf jeden Fall außergewöhnlich, denn Erschütterungen dieser Kategorie gibt es im Schnitt 18 Mal weltweit pro Jahr. Für Venezuela, in dem ohnehin vieles im Argen liegt, war es das stärkste Erdbeben seit einem Jahrhundert. Erste Bilder aus Caracas und weiteren Städten zeigten eingestürzte Häuser, Staub und immer wieder das Dröhnen von Hubschraubern über der Stadt. Behörden wollten sich zur Zahl der Opfer nicht konkret äußern. Präsidentin Delcy Rodriguez sprach von einem Notstand, ließ Rettungsteams mobilisieren – und schob vorsichtshalber Schulunterricht wie öffentliche Dienstleistungen auf Eis. Sicherheitshalber wurden Strom und Gas abgedreht. Der internationale Flughafen Simón Bolivar liegt lahm. Noch in der leicht fiebrigen Unruhe der Nacht äußerte sich Donald Trump: "Die Lage ist dramatisch, viele Tote, viele Vermisste. Die Vereinigten Staaten sind bereit, so schnell wie möglich zu helfen." Und dann, fast pathetisch, seine Worte über das "großartige Volk" Venezuelas. Krankenhäuser bereiteten sich auf Ansturm vor, während Retter zwischen Trümmern nach Überlebenden suchen. Es wirkt seltsam, fast wie ein Echo aus einer anderen Zeit – und doch ist es jetzt.

Zwei außergewöhnlich starke Erdbeben haben Venezuela schwer getroffen und vermutlich zahlreiche Opfer gefordert, wobei genaue Zahlen noch ausgeblieben sind. Präsidentin Rodriguez verhängte prompt den Ausnahmezustand, setzte Schulen und nicht lebenswichtige Dienste aus und organisierte landesweite Hilfsmaßnahmen. US-Präsident Trump stellte in einer direkten Botschaft rasche Unterstützung in Aussicht, was auf internationale Solidarität hindeutet und die dramatische Lage im ohnehin krisengeschüttelten Land zusätzlich hervorhebt. Laut aktuellen Medienrecherchen wächst die Sorge vor Nachbeben und weiteren infrastrukturellen Schäden. Internationale Organisationen, darunter das Rote Kreuz und die UNO, haben bereits ihre Bereitschaft zur Hilfe signalisiert. Kritik gibt es vereinzelt hinsichtlich der Geschwindigkeit und Transparenz der Informationen durch die Regierung, während große Teile der Bevölkerung um Angehörige bangen.

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