Schätzungen zufolge werden zwischen 35.000 und 50.000 Menschen gegen den Bundesparteitag der AfD auf die Straßen rund um das Messegelände in Erfurt gehen. Laut interner Polizeidokumente, auf die sich die 'Welt am Sonntag' bezieht, erwarten die Sicherheitskräfte daneben ein Potenzial von rund 2.500 gewaltbereiten Linksextremen. Die Thüringer Polizei äußerte sich gegenüber Medien zurückhaltend, bestätigte aber zumindest die hohe Zahl der zu erwartenden Protestierenden. Wegen einsatztaktischer Überlegungen hält man sich bedeckt, was genaue Angaben zu gewaltbereiten Teilnehmern betrifft. Interessant ist, dass Behörden mit einer Vielzahl von geplanten Blockaden der Anfahrtsrouten rechnen, was die Anreise der AfD-Delegierten erheblich erschweren dürfte. Die Polizei stuft ihr bisheriges 'Worst-Case-Szenario' nun als real ein und bereitet sich mit Unterstützung von Kräften aus ganz Deutschland sowie der Bundespolizei auf Störungen vor. Besonders brisant: Auf der Szene-Plattform Indymedia rufen Aktivistinnen und Aktivisten europaweit zur Teilnahme an 'Tag X' in Erfurt auf. Das Bundeskriminalamt hat nach Medienangaben daher auch die Bundestagsfraktion der AfD explizit vor möglichen Bedrohungen gewarnt. Die Glaubwürdigkeit dieser Online-Aufrufe steht aktuell noch auf dem Prüfstand der Ermittlungsbehörden.
Der kommende AfD-Parteitag in Erfurt steht im Fokus einer außergewöhnlich angespannten Sicherheitslage. Die Polizei stellt sich auf zehntausende Demonstrierende ein und befürchtet gezielte Blockadeaktionen, insbesondere von als gewaltbereit eingeschätzten linken Gruppierungen. Die Behörden vermerken eine hohe Mobilisierung durch Aufrufe auf einschlägigen Internetplattformen, deren Gefahrenpotenziale noch eingehender geprüft werden – bundesweite Polizeikräfte und die Bundespolizei unterstützen daher bei den Einsatzplanungen. Nach eingehender Recherche lässt sich ergänzen, dass insbesondere Städte wie Leipzig, Jena und Berlin als Mobilisierungsschwerpunkte für Gegendemonstranten gelten. Zeitgleich gibt es innerhalb der Zivilgesellschaft auch kritische Stimmen, die Gewalt als Aktionsmittel ablehnen und für friedliche Protestformen werben. Zudem wächst das bundespolitische Interesse an der Frage, wie der Staat den Schutz demokratischer Grundrechte und öffentlicher Sicherheit ausbalanciert – auch vor dem Hintergrund von polarisierter Stimmung zwischen AfD-Anhängern und ihren Gegnern.