Wenn ein traditionsreicher Konzern wie Henkel sein 150-jähriges Bestehen feiert, dann klingt das zunächst nach Vergangenheit – doch 2026 soll ein Jahr werden, das eindeutig auf die Zukunft zielt. Unter dem Motto „Future? Ready!“ will das Unternehmen signalisieren: Auch wenn die Welt aktuell aus den Fugen zu sein scheint – geopolitische Unsicherheiten da, aufwühlende Technikwechsel dort – werden der Pioniergeist, die Innovationslust und das Verantwortungsbewusstsein hochgehalten, wie eh und je. Simone Bagel-Trah, die als Chefin von Aufsichtsrat und Gesellschafterausschuss quasi noch einen Fuß im Familienalbum und den anderen im Unternehmen hat, spricht davon, dass Henkel nicht nur auf Beständigkeit, sondern auch auf die Fähigkeit zum Immer-wieder-neu-Denken setzt. Ein wenig klingt durch, dass vielleicht nicht immer schon alles so glatt lief, wie die Hochglanzbroschüren suggerieren.
Interessant ist, wie eng Mitarbeiter und Belegschaft ins Jubiläum eingebunden werden: Wer sich für das Mitarbeiteraktienprogramm interessiert, bekommt einen satten Bonus (um 41 Prozent wird die Investition aufgestockt, was beim Geldanlegen ja immer wie ein vorgezogenes kleines Weihnachtsfest wirkt). Und on top gibt's für alle noch einen zusätzlichen freien Tag zum Geburtstag – kleine Gesten, aber am Ende vielleicht der entscheidende Unterschied, gerade wenn das Betriebsklima mal durch stürmischere Konjunkturen segeln muss.
Dass Henkel international agiert, sticht weniger durch Werbeslogans als durch harte Zahlen hervor: 21,6 Milliarden Euro Umsatz 2024 und (etwas weniger greifbar) eine Belegschaft, die zwischen Innovationsdrang und Alltagssorgen balanciert. Die großen Marken – von Persil bis Schwarzkopf – sind jedem Drogerie-Besucher ein Begriff, trotzdem bleibt das Unternehmen ein wenig im Schatten des öffentlichen Bewusstseins, wenn es um Deutschlands große industrielle Traditionen geht. 150 Jahre nach der Gründung schwebt also durchaus noch die Frage, ob Henkel mit seiner Mischung aus Tradition und Innovationsfreude tatsächlich bereit ist für die kommenden, sagen wir: stürmischeren Jahrzehnte.
Wer Lust auf tiefere Einblicke hat: Eine wissenschaftliche Studie wirft einen ziemlich nüchternen Blick auf die Firmengeschichte und erscheint demnächst im Verlag C.H. Beck. Für weitere Details und etwas Nostalgie empfiehlt sich der Blick auf die digitale „Henkel History Timeline“, die unerwartet lebendig ist. Und falls man selbst Presseinformationen oder einfach ein bisschen Bildmaterial braucht, wird man auf den einschlägigen Henkel-Websites schnell fündig. – Manchmal ist nachhaltiges Wirtschaften eben nicht nur ein Schlagwort, sondern ein Prinzip, das (bei etwas Glück) Generationen überspannt.
Henkel begeht 2026 sein 150-jähriges Jubiläum unter dem Leitgedanken 'Future? Ready!', was nach innen wie außen Zuversicht und den Willen zu Wandel und Verantwortung signalisiert. Besonders hervorzuheben ist das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm mit einem Jubiläumsbonus und Extrafreizeit als Zeichen der Wertschätzung in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten. Das Unternehmen steht weiterhin für starke Marken und nachhaltiges Wirtschaften, während es den Spagat zwischen Tradition und Zukunftsorientierung meistert.
Erweiterte Recherche (Stand Juni 2024):
Henkel positioniert sich im aktuellen Branchengeschehen offensiv als Vorreiter bei Nachhaltigkeit, insbesondere bei Verpackungslösungen (z. B. recycelbare Verpackungen im Schwarzkopf-Segment). Ebenso wird betont, dass die Integration digitaler Vertriebswege und Optimierung des Lieferkettenmanagements angesichts globaler Lieferengpässe solide vorankommt, auch wenn wirtschaftliche Unsicherheiten und sinkende Konsumausgaben Henkel fordern. Das Jubiläumsjahr ist nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch Startschuss für eine Reihe neuer Innovationsinitiativen und Nachhaltigkeitsprojekte, die bereits unternehmensweit angestoßen wurden.