Die aktuelle Debatte um Guido Heuers vermeintliche AfD-Nähe wirft – wieder einmal – ein grelles Schlaglicht auf das Dilemma im Umgang mit rechtspopulistischen Kräften in deutschen Landesparlamenten. Heuer wehrt sich gegen die Deutung, eine gemeinsame Fotosituation beim Wahlforum in Sachsen-Anhalt bedeute politische Kumpanei und weist auf den eigentlichen Kontext hin: Er habe schlicht intervenieren müssen, als falsche Behauptungen von AfD-Spitzenkandidat Siegmund stattfanden. Generell verdeutlichen die Ereignisse, wie fragil, von gegenseitigem Misstrauen geprägt und (oft medial aufgebauscht) das alltägliche politische Miteinander in Ostdeutschland inzwischen ist – ein Punkt, der laut aktuellen Stimmen aus Politologie und Presse weitere Polarisierung in der öffentlichen Wahrnehmung befeuert. Laut neuen Berichten von Spiegel und Süddeutsche kommt es immer wieder zu hitzigen Debatten, wenn CDU und AfD im Landtag aufeinandertreffen—häufig wird versucht, durch symbolische Gesten Distanz zu wahren, aber pragmatische Zusammenarbeit lässt sich auf Sachthemenebene manchmal schwer vermeiden. Gleichzeitig meldet die TAZ, dass die CDU bundesweit vor allem in den neuen Bundesländern mit dem Verdacht ringt, zu große Nähe zur AfD zu suchen, seit Umfragen deren Popularität rasant steigen lassen. DW betont in der aktuellen Berichterstattung, dass gerade die Wahrnehmung im Westen Deutschlands dazu beiträgt, jede Form von Gespräch oder sogar Zurückhaltung der CDU in Bezug auf die AfD besonders kritisch zu analysieren – mit entsprechendem Druck aus der Bundespartei.