In welchen Bundesländern die Immobilienbranche nach KI-Spezialisten sucht – und wo kaum

Der Bedarf an Personal im Immobiliensektor wächst leicht, aber Fachkräfte für Künstliche Intelligenz werden fast nur in bestimmten Teilen Deutschlands gesucht.

04.01.26 12:05 Uhr | 41 mal gelesen

Mal ehrlich – der Ruf nach Digitalisierung hallt seit Jahren durch die Flure der Immobilienunternehmen. Doch wer wirklich nach jemandem mit Know-how im Bereich Künstliche Intelligenz sucht, schaltet den Suchscheinwerfer vorrangig auf drei Bundesländer: Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Laut einer frischen Auswertung von Index Research landen über die Hälfte aller Jobs mit KI-Anforderungen in genau diesen drei Regionen. Saarland? Geradezu verwaist auf der KI-Landkarte, mit nur vier solchen Stellenausschreibungen – fast wie die legendäre Nadel im Heuhaufen. Interessant ist dabei die Dimension: 110.000 Jobs insgesamt in der Branche, davon aber nur etwa 1.500 speziell mit KI-Kompetenz. Das ergibt einen winzigen Anteil von rund 1,4 Prozent. Die Nachfrage explodiert zwar – ein Zuwachs von stolzen 277 Prozent gegenüber dem Vorjahr –, aber gemessen am Gesamtmarkt bleibt sie ein zartes Pflänzchen. Vielleicht fehlt vielen Unternehmen noch der Mut, konsequent in digitale Zukunft oder KI-Projekte zu investieren? Oder sind die wahren Talente längst an anderen Branchen vorbeigezogen? Irgendwie fühlt sich das alles noch recht zögerlich an für ein Feld, das gerne als innovationsgetrieben gilt.

Die Immobilienwirtschaft in Deutschland beobachtet eine vorsichtige, aber stetige Zunahme bei der Nachfrage nach Fachkräften. Trotzdem konzentriert sich das Interesse an Künstlicher Intelligenz vor allem auf Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern, während Regionen wie das Saarland fast gar keine Rolle spielen. Laut einer aktuellen Erhebung sind deutschlandweit lediglich 1,4 Prozent aller Stellenausschreibungen der Branche mit konkretem KI-Bezug ausgestattet – trotz eines beachtlichen Anstiegs gegenüber dem Vorjahr, was darauf hindeutet, dass viele Unternehmen noch immer zurückhaltend in Sachen KI-Kompetenz agieren. In den letzten 48 Stunden berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass die Branche zunehmend unter Fachkräftemangel leidet und KI zwar Chancen eröffnen, aber auch Ängste vor Arbeitsplatzverlusten auslöst (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Der Spiegel beleuchtet die regionalen Unterschiede in der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft und kritisiert, dass insbesondere ländliche Regionen kaum vom KI-Boom profitieren (Quelle: Spiegel). Bei t3n wurde außerdem diskutiert, wie sich der Einsatz von KI-Tools in Immobilienunternehmen weiter professionalisieren lässt, aber die mangelnde Ausbildung passender Fachkräfte als Engpass genannt (Quelle: t3n).

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