Wenn man sich die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt anschaut, fällt eines sofort ins Auge: Der Fachkräftemangel ist längst kein abstraktes Problem mehr, sondern spürbar im Alltag vieler Unternehmen angekommen. Laut der ManpowerGroup finden drei Viertel aller Firmen weltweit nicht die Leute, die sie dringend brauchen. In Europa ist die Lage sogar noch schwieriger: Weniger als jedes siebte Unternehmen hält seine eigenen Recruiting-Prozesse für richtig gut.
Obwohl Mitarbeiter überall fehlen, nehmen viele Chefs und Personalabteilungen immer noch hin, dass etwa 30 Prozent der Bewerbungen vorzeitig abgebrochen werden. Das ist schon fast Alltag geworden, dabei zeigt gerade das Whitepaper der ManpowerGroup deutlich: So verliert man Talente an die Konkurrenz. Besonders paradox: Während Unternehmen permanent um frische Köpfe buhlen, wächst bei den Kandidat:innen die Frustration. Fast die Hälfte der Arbeitgeber empfindet das Gewinnen guter Bewerber als die größte Herausforderung überhaupt. Offenbar wissen sie aber nicht so recht, wie sie diesen Kampf gewinnen können.
Was bleibt also zu tun? Die Studienmacher*innen weisen klipp und klar darauf hin: Wer im Wettbewerb Erfolg haben will, muss sich mehr Mühe mit einer positiven Candidate Experience geben. Es sind nicht nur Lebensläufe und Zeugnisse gefragt, sondern auch Respekt, Kommunikation und Ehrlichkeit. Die ManpowerGroup, seit Jahrzehnten als Personaldienstleister im Geschäft, hat dafür eine Reihe von Empfehlungen formuliert – die vollständigen Details gibt es im Whitepaper zum Nachlesen (siehe Link). Ein Mensch will kein Aktenzeichen sein, sondern Ansprechpartner auf Augenhöhe. Oder kurz: Menschlichkeit überzeugt.
Der Artikel greift die Problematik des Fachkräftemangels in Deutschland und Europa auf und erklärt, dass viele Unternehmen selbst ein Teil des Problems sind, weil sie ihren Bewerbungsprozess schleppend, unkenntlich und zu unpersönlich gestalten. Zentrale Studienergebnisse der ManpowerGroup legen offen: Nur eine Minderheit gibt sich selbst Bestnoten beim Recruiting, während Bewerber:innen häufig mittendrin aussteigen – und Arbeitgeber das scheinbar als unvermeidlich akzeptieren. Die Studie betont, dass eine gute Candidate Experience nicht nur die Chance erhöht, Talente zu gewinnen und zu halten, sondern auch direkt auf das Image als Arbeitgeber einzahlt. Nach aktuellen Recherchen beschäftigt sich die Öffentlichkeit zunehmend mit diesen Fragen: Die Süddeutsche Zeitung meldet, dass sich Unternehmen gezwungen sehen, ihre Prozesse zu digitalisieren und transparenter zu machen, weil die Geduld von Bewerbenden sinkt (Quelle: [Süddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Die Zeit sieht ein gesellschaftliches Problem, das der Wandel der Arbeitswelt verschärft — vor allem die junge Generation fordert mehr Wertschätzung und individuelle Ansprache (Quelle: [Zeit Online](https://www.zeit.de)). Auf t3n.de wird berichtet, dass viele Bewerber KI-gestützte Recruiting-Prozesse kritisch sehen, was wiederum Unternehmen dazu zwingt, technische Effizienz mit persönlichem Kontakt auszubalancieren (Quelle: [t3n.de](https://t3n.de)).