Jens Spahn, derzeit Fraktionschef der Union, musste offenlegen, dass er bei mehreren, eher abseits der Öffentlichkeit stattfindenden Treffen eines vom bekannten US-Milliardär Thiel geschaffenen Netzwerkes dabei war. Berichte über eine Verbindung zwischen Spahn und der sogenannten 'Dialog'-Gruppe kamen durch ein Datenleck ans Licht und werfen Fragen zur politischen Einflussnahme und Offenheit solcher Kreise auf. Nach außen betont Spahn, ihm sei der offenen Austausch mit verschiedensten politischen Akteuren wichtig – auch abseits gewöhnlicher Konferenzen. Neuere Informationen zeigen, dass Peter Thiel sich zuletzt öffentlich für diverse kontroverse US-Politiker positioniert hatte und seine Netzwerke besonders disruptive Tech-Ideen und konservative Ansätze fördern. Die politische Debatte in Deutschland dreht sich aktuell verstärkt um Transparenzpflichten für Treffen, bei denen Mandatsträger auf international vernetzte Lobbyisten, Investoren und Unternehmer treffen, deren Einfluss im Hintergrund wächst. In Medienberichten wird zugleich thematisiert, dass Spahns Umgang mit dem Thema teils als ausweichend, teils als pragmatisch gewertet wird, wobei die aktuelle Absage keine generelle Distanzierung von transatlantischen Vernetzungsformaten signalisiert.