Karin Prien fordert: Mehr Mut zur frühkindlichen Bildung – Politik fehlt der Weitblick

Karin Prien, CDU-Bildungspolitikerin, macht ihrem Unmut Luft: Sie bemängelt, dass in Berlin und in den Ländern die Kraft und der Wille fehlen, die immense Bedeutung der Bildung von Kindern im Vorschulalter endlich ernsthaft ins Zentrum der Debatte zu rücken.

heute 11:54 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt diese Momente, in denen laut über Sparkurse gejammert wird – überall, ob beim Bund oder den Ländern. Aber sobald jemand wie Karin Prien den Finger in die Wunde legt und klarmacht, dass ein Umdenken nötig ist, schwenken viele Politiker wieder in den gewohnten Trott zurück. Prien plädiert dafür, Gelder nicht wie bisher bevorzugt an die Hochschulen zu schicken, sondern dort zu investieren, wo die Weichen wirklich gestellt werden: in Kitas und Grundschulen. Ihrer Meinung nach sind Ausgaben für kindliche Bildung nachhaltiger und rechnen sich dreifach – was auch immer das konkret bedeutet, aber da ist ein Funke Wahrheit drin. Gleichzeitig sieht sie sich mit einer Reihe von Widerständen konfrontiert, besonders beim Streiten um Einsparungen wie beim Elterngeld, wo insbesondere die SPD blockiert. Ihr Etat könnte 2025 um eine halbe Milliarde schrumpfen, und trotz aller kreativen Haushaltsführung – aus dem Hut kann sie das fehlende Geld eben nicht zaubern. Was in der Politik neben ausgefeilten Konzepten manchmal gebraucht wird? Ganz simpel gesagt: Courage.

Karin Prien wirft der Politik auf Landes- wie Bundesebene vor, die fundamentale Rolle der frühkindlichen Bildung für die Fachkräftesicherung systematisch zu unterschätzen und fordert eine radikale Umverteilung von Ressourcen – weg von Hochschulen, hin zu Kitas und Grundschulen. Sie argumentiert, dass Investitionen in junge Kinder langfristig am meisten Rendite bringen, steht jedoch im Kabinett auf verlorenem Posten, weil Einsparungen bei Leistungen wie dem Elterngeld von anderen Parteien blockiert werden. Der Bildungshaushalt gerät so unter Druck, obwohl aktuelle Studien erneut zeigen: Geringe Förderung in der Kindheit verstärkt soziale Ungleichheit und behindert den späteren Zugang zum Arbeitsmarkt. Laut Medienrecherchen verschärfen die schleppende Digitalisierung, das zähe Ringen um bessere Kita-Standards, chronischer Lehrermangel und fehlende Absprachen zwischen Bund und Ländern das Problem; die Misere gefährdet nicht nur Bildungschancen, sondern letztlich auch die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Noch deutlicher: Wer jetzt am „falschen“ Ende spart, zahlt doppelt – mit einer schlechter gebildeten Generation und einem verschärften Fachkräftemangel.

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