Man spürt es förmlich: Der Hunger nach digitaler Unabhängigkeit und Datensouveränität in Europa wächst stetig – vor allem in Branchen, in denen Datenschutz und Systemstabilität kein leeres Schlagwort sind. Gerade Behörden, Banken oder das Gesundheitswesen dürfen sich eben keinen sorglosen Umgang mit der eigenen digitalen Infrastruktur leisten. Die frisch angekündigte europäische Cloud-Lösung der beiden Partner wirkt da wie ein echter Befreiungsschlag: STACKIT setzt auf Open-Source-Komponenten, Daten bleiben prinzipiell auf europäischem Boden und unterliegen ausschließlich europäischen Gesetzen. Wer Angst vor „Vendor Lock-in“ hat, den dürfte die zugesagte Interoperabilität und Portabilität beruhigen – ein Detail, das leider oft unter den Tisch fällt, in der Praxis aber Gold wert ist. Überdies wurde der Dienst sogar nach dem strengen BSI C5-Standard geprüft, was vor allem deutschen Sicherheitsfanatikern ein Lächeln auf die Lippen zaubern könnte.
Joost Farwerck, KPN-Chef, bringt es ziemlich nüchtern auf den Punkt: Es brauche endlich starke, europäische Alternativen, damit Unternehmen selbst am Steuer ihrer Daten sitzen können. Mit der neuen Partnerschaft will KPN gezielt Geschäftskunden überzeugen und Know-how bündeln, um echten Souveränitätsansprüchen gerecht zu werden. Gleichzeitig klingt bei Bernd Wagner von Schwarz Digits unüberhörbar Stolz mit: Für ihn ist die Kooperation ein kluger Schritt – nicht nur, weil man niederländische Kunden noch direkter abholt, sondern auch, indem deutsche Nutzer unkompliziert die neue Cloud-Region Niederlande nutzen können. So wächst, Stück für Stück, ein europäisches Gegengewicht zu den amerikanischen Giganten.
Das alles reiht sich in das breite Cloud-Angebot von KPN ein: Neben Public-, Private- und Hybrid-Clouds wird der Baukasten nun durch einen echten „Souveränitäts-Baustein“ ergänzt. Die noch recht frische Unterzeichnung des Open Cloud Alliance-Manifests von KPN unterstreicht den Fokus auf offene, nachvollziehbare Datenhaltung und Kontrollmechanismen und zeigt: Hier geht es nicht nur ums Geschäft, sondern auch ums Konzept Europa. Die neue „KPN European Sovereign Cloud, powered by STACKIT“, läuft bereits in Deutschland und Österreich; niederländische Unternehmen müssen sich noch bis etwa Mitte 2027 gedulden. Exklusiver Vertrieb: nur über KPN und deren Partner. Mehr Infos gibt’s bei Schwarz Digits.
KPN und Schwarz Digits setzen gemeinsam Maßstäbe für eine europäische, souveräne Cloud-Lösung, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse niederländischer und europäischer Unternehmen mit hohen Ansprüchen an Datenschutz und Kontrolle. In europäischen Rechenzentren gehostet und durch die Einhaltung strenger Sicherheitsnormen – wie den BSI C5 Standard – positioniert sich das Angebot als Gegenmodell zu US-dominierten Cloud-Lösungen und stärkt die digitale Selbstbestimmung in der EU. Aktuell zeigt sich, dass auch die strategischen Partnerschaften im europäischen Cloud-Markt zunehmen, da politische Diskussionen über Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern und die Förderung digitaler Infrastruktur in Eigenregie deutlich lauter werden; die neue Cloud-Region Niederlande ist dabei ein weiterer Baustein für die europäische Vernetzung und Souveränität der sogenannten Hyperscaler. Hinzu kommt: Das EU-Parlament hat jüngst erneut die Wichtigkeit von Datensouveränität betont und Initiativen wie Gaia-X weiter vorangebracht, um datenbasierte Wertschöpfung in Europa zu stärken, während immer mehr Unternehmen gezielt auf europäische Cloud-Lösungen setzen. (Stand: Anfang Juni 2024)