Kritik aus der SPD: Schwesig lehnt Pläne zur Eigenbeteiligung bei Zahnarztkosten kategorisch ab

Die ablehnenden Stimmen innerhalb der SPD gegenüber den jüngsten CDU-Vorschlägen für Sozialstaatskürzungen werden schärfer. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bringt ihre Empörung über die Ideen zur Privatisierung der Zahnarztkosten offen zum Ausdruck. Sie betont dabei das Engagement der Arbeitnehmer und warnt vor sozialer Ausgrenzung durch finanzielle Hürden bei grundlegender Gesundheitsversorgung.

heute 05:03 Uhr | 3 mal gelesen

Tatsächlich klingt es, als trauten manche CDU-Vertreter den Leuten nichts mehr zu, die täglich für ihren Lebensunterhalt schuften. Für Schwesig ist der Gedanke, Zahnarztbesuche könnten wegen möglicher privater Kosten zum Luxus werden, schlicht jenseits der Realität vieler Bürger. Gerade in diesen angespannten Zeiten, in denen ohnehin schon viele sich Gedanken ums Geld machen, werden solche Pläne zur Zumutung. 'Wer den Sozialstaat weiter aushöhlt, riskiert, dass grundlegende medizinische Versorgung davon abhängt, wie dick das eigene Portemonnaie ist', sagte Schwesig. Und zwischen den Zeilen spürt man ihre Skepsis, ob allen in der Union bewusst ist, wie das Leben außerhalb des Parlaments wirklich abläuft. Vielleicht war es überfällig, dass mal Klartext gesprochen wurde – jedenfalls bleibt der Ton scharf und das Thema explosiv.

In letzter Zeit scheint die Debatte um Sozialausgaben in Deutschland erneut an Schärfe zuzunehmen. Während die CDU mit Sparvorschlägen, unter anderem im Bereich Zahnarztkosten, für Unruhe sorgt, melden sich SPD-Politiker wie Manuela Schwesig vehement zu Wort. Sie fürchtet, dass eine Privatisierung der Zahnarztkosten zu sozialer Spaltung führen könnte – ein Risiko, das viele Experten ebenfalls sehen. Fachleute warnen, dass gesundheitliche Ungleichheit sich weiter verschärfen würde, sollte die Grundversorgung im Gesundheitswesen vom Geldbeutel abhängen. Neueste Umfragen zeigen zudem, dass eine klare Mehrheit der Deutschen die Idee ablehnt, Zahnarztbesuche aus eigener Tasche bezahlen zu müssen. Die Debatte hat also auch außerhalb des politischen Betriebs längst die Lebensrealität vieler erreicht.

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