Die internationalen Reaktionen auf die jüngsten Parlamentswahlen und die Regierungsbildung in Syrien fallen kritisch aus: Europäische Außenpolitiker verlangen, die staatliche Unterstützung und insbesondere Entwicklungshilfe an konkrete Reformschritte und Verbesserungen beim Schutz von Minderheiten zu binden. Tatsächlich ist die Lage für ethnische und religiöse Minderheiten in Syrien nach wie vor angespannt – laut mehreren Berichten wurde die Parlamentswahl von massiver Einflussnahme des Präsidentenamt überschattet, während Minderheitengruppen kaum eine Stimme erhielten. Der politische Stillstand führt laut Stimmen aus Union, SPD und Grünen dazu, dass man einen konsequenteren Kurs fahren müsse, um die Regierung in Damaskus tatsächlich zu Zugeständnissen zu bewegen – auch, indem man temporäre Hilfe-Stops nicht länger ausschließt. Recherchen der letzten 48 Stunden bestätigen diese Haltung: Laut einem neuen Bericht der Deutschen Welle bleibt die Lage für religiöse Minderheiten in Syrien nach der jüngsten Wahl prekär; es gab mehrere Übergriffe auf christliche Gemeinden, und internationale Hilfsorganisationen fordern effektivere Kontrollmechanismen. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt, dass im Anschluss an die Wahl viele internationale Beobachter einen "Bedarf nach klareren internationalen Reaktionen" sehen, etwa in Form gezielter Konditionierung der Hilfszahlungen: Es wird sogar über gezielte Reisebeschränkungen gegen mit der Regierung verbündete Milizen diskutiert. In der Zeit wird die Rolle Russlands aufgegriffen, das nach wie vor restriktiv Einfluss übt und westliche Hilfsangebote blockiert – was die Situation für syrische Zivilisten zusätzlich verschärft und den europäischen Entscheidungsspielraum weiter einengt.
08.10.25 11:37 Uhr