Land Rheinland-Pfalz übergibt Förderbescheid: Neuer Hoffnungsschimmer für die Asklepios Südpfalzkliniken

Kandel – Alexander Schweitzer, amtierender Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, stattete den Asklepios Südpfalzkliniken einen Besuch ab, um höchstpersönlich zehn Millionen Euro Fördermittel zu überreichen. Beim Rundgang informierte er sich eingehend über den aktuellen Stand des fortschreitenden Neubaus für OP, Intensivstation und die Notaufnahme am Standort Kandel. Insgesamt investiert das Land beachtliche 65 Millionen Euro in das Bauprojekt, das Patientinnen und Patienten ab 2028 zugute kommen soll.

19.01.26 16:05 Uhr | 5 mal gelesen

Man merkt sofort: Für die Südpfalzkliniken war dieser Termin alles andere als Alltag. Ein Ministerpräsident auf Besuch – das ist nichts, was einfach so ins Tagesgeschehen hineinplumpst. Frank Lambert, Geschäftsführer der Klinikgruppe, hob denn auch die Tragweite des Projekts hervor. Die Millionenzusage, so Lambert, sei ein wertvolles Signal für die Menschen vor Ort, und sie helfe dabei, das Krankenhaus für die Zukunft fit zu machen. Schweitzer, der schon jetzt auf die Bedeutung regionaler Versorgung pochte, sprach von einer gemeinsamen Verantwortung für moderne und zugängliche Medizin. Katharina Heil, die als Ministerialdirektorin aus Mainz angereist war, erinnerte daran, dass die Asklepios Südpfalzklinik sich mit ihrem breiten Leistungsspektrum längst als wichtige Anlaufstelle für Akut- und Notfälle im Umland etabliert hat. Sie wies zudem auf den Neuausrichtungsschub des Standorts Germersheim hin, der sich seit 2025 (eigentlich: geplant ab 2025) auf Neurologie und Psychosomatik spezialisiert und damit auch für seelische Gesundheit maßgebliche Impulse setzt. Mit weiteren Investitionen sichere das Land nicht nur den baulichen Fortschritt, sondern unterstütze auch die Gewinnung internationaler Fachkräfte – Punkt, den Frank Lambert ausdrücklich lobte. Eigentlich, so meine ich, stehen hier nicht nur Ziegelsteine auf dem Spiel. Wer mal in einer Notaufnahme saß, weiß, wie sehr sich medizinische Infrastruktur und Menschlichkeit kreuzen. Pflegekräfte aus aller Welt arbeiten längst Seite an Seite. Es bleibt zu hoffen, dass mit diesen Millionen nicht nur Gebäude, sondern tatsächlich eine zeitgemäße, lebendige Krankenhauskultur Gestalt annimmt. Und: Ohne Menschen, die sie füllen, taugen auch High-Tech-OPs nur wenig. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten finden sich direkt bei Asklepios – Links dazu führt die offizielle Klinikwebsite.

Die Südpfalzkliniken in Kandel erhalten vom Land Rheinland-Pfalz zehn Millionen Euro zur Realisierung eines modernen Neubaus, mit Fokus auf Intensivmedizin, Operationssäle und Notaufnahme. Die Gesamtförderung übersteigt 65 Millionen Euro, was gerade angesichts von bundesweiten Krankenhauskrisen bemerkenswert ist – 2022 wurden laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft erstmals mehr als 20 Kliniken in Deutschland geschlossen, viele weitere kämpfen ums Überleben. Auch das Thema Personalmangel bleibt akut: Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums fehlen bundesweit über 30.000 Pflegekräfte, weshalb die internationale Anwerbung von Fachpersonal (“Pflegekräfteoffensive”) im ganzen Land läuft. In Rheinland-Pfalz geht der Ausbau einher mit Bemühungen um Digitalisierung: Pilotprojekte zur elektronischen Patientenakte und zur verbesserten Vernetzung von Rettungsdiensten am Notfallstandort Kandel werden erprobt, so Landesgesundheitsministerium und DKG. Experten aus der Südpfalz, darunter Lambert selbst, signalisierten in den letzten Wochen Unterstützung für eine Neuausrichtung der Krankenhauslandschaft in kleineren Städten, etwa durch flächendeckende Kooperationen und Telemedizin. Im Landtag wurden zuletzt parteiübergreifend Forderungen nach nachhaltiger Finanzierung und „echter“ Personalentlastung erhoben – Themen, die weit über Neubauten hinausgehen.

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