Linke will Ende der Minijobs – Scharfe Kritik an CDU-Plänen zu Teilzeit

Nachdem der CDU-Wirtschaftsflügel einen Vorstoß gegen den allgemeinen Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit unternommen hat, formiert sich Protest. Besonders Die Linke schießt scharf: Pascal Meiser wirft der CDU Unternehmerlobby vor, absichtlich die Situation von Millionen Teilzeitkräften – vor allem Frauen – zu verschärfen und europarechtliche Vorgaben zu ignorieren. Die Regierung müsse aktiv dafür sorgen, dass Menschen aus der Teilzeitfalle herauskommen können, wenn sie wollen, statt neue Hürden zu errichten.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

Pascal Meiser, der sich im Bundestag für Arbeitspolitik engagiert, drischt auf das Minijob-System ein: Es sei endlich Zeit, diese "Armutsfalle" abzuschaffen, statt Teilzeitbeschäftigte weiter zu drangsalieren. Wochenend-News aus der CDU haben für Aufsehen gesorgt – die Mittelstands- und Wirtschaftsunion plant nämlich, auf dem nächsten Bundesparteitag mit dem Antrag "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" aufzukreuzen. Das klingt im ersten Moment nach 'harte Kante', ist aber für Viele mehr als eine rhetorische Nummer – es geht um reale Existenzen von etwa 17 Millionen Teilzeitkräften im Land, die zwischen Familienpflichten und Erwerbsarbeit jonglieren. Und mal ehrlich: Wer glaubt, dass gerade Mütter freiwillig in diesen prekären Minijobs hängen, unterschätzt die Komplexität ihrer Alltagssituation. Aus der Politik, nicht nur von den Linken, kommt zunehmend die Forderung, endlich die Bedingungen so zu gestalten, dass Teilzeit nicht als berufliches Abstellgleis endet. Dafür braucht es Mut zu grundsätzlichen Änderungen – weg von Minijobs, hin zu echter Flexibilität und Sicherheit.

Die Debatte um Teilzeitarbeit und Minijobs nimmt an Fahrt auf, während sich Polarisierungen in der Arbeitsmarktpolitik immer stärker abzeichnen. CDU-Vertreter wollen den Zugang zu freiwilliger Teilzeit einschränken und argumentieren mit ökonomischen Zwängen; Kritiker wie die Linke sehen darin jedoch einen Angriff auf soziale Rechte, speziell von Frauen. Unterdessen nimmt der Druck zu, das vielfach kritisierte Minijob-System, das laut Experten oft in Armut und Perspektivlosigkeit führt, grundlegend zu überarbeiten – auch Gewerkschaften und Sozialverbände fordern eine umfassende Reform. Ergänzend dazu berichten mehrere aktuelle Medienquellen, dass die Ampelkoalition inzwischen intern diskutiert, das Einkommen aus Minijobs höher zu besteuern und Möglichkeiten zum Aufstocken zu erleichtern, um den Fachkräftemangel zu lindern. Hinzu kommt die europarechtliche Dimension: Ein Gutachten im Bundestag warnt ausdrücklich vor einer möglichen Kollision der CDU-Forderungen mit geltendem EU-Diskriminierungsschutz. Außerdem thematisieren Sozialverbände, dass der Anteil der Frauen in Minijobs weiter steigt, während deren Altersabsicherung massiv leidet – die Worte von Pascal Meiser treffen also einen wunden Punkt der aktuellen Sozialpolitik.

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