Lufthansa: Trotz gesenkter Luftverkehrssteuer keine billigeren Tickets geplant

Obwohl die Luftverkehrssteuer laut Koalition im Juli 2026 sinken soll, winkt Lufthansa ab: Für Passagiere gibt es keine Entwarnung bei den Preisen.

22.11.25 10:18 Uhr | 74 mal gelesen

Ab Juli 2026 wird die Luftverkehrssteuer laut aktuellem Koalitionsbeschluss reduziert. Jens Ritter, Chef der Lufthansa-Kernmarke, gab in einem Interview zu Protokoll, dass der Sommerflugplan dennoch keine weiteren innerdeutschen Streichungen vorsieht. Beispielsweise bleibe die Strecke zwischen München und Münster/Osnabrück bestehen – auch Dresden und Regionalflughäfen wie Bremen oder Hannover müssen nicht zittern. Gleiches gelte für Tochter Eurowings an den Flughäfen Stuttgart und Hamburg. Schon beschlossene Kürzungen, nämlich rund 50 Verbindungen pro Woche, werden immerhin nicht rückgängig gemacht – es handelt sich aber um eine geringere Anzahl an Flügen statt kompletter Streichungen. Ein häufig formuliertes Wunschdenken, die Tickets könnten nach Senkung der Steuer günstiger werden, korrigiert Ritter indes: Es sei schlichtweg zu früh für Prognosen, außerdem stünden andere Komponenten wie Flugsicherungs- oder Kontrollgebühren zur Debatte. Viele Faktoren bestimmten eben den Endpreis – darunter Frequenzen, Nachfrage und allgemeine Kosten für den Betrieb.

Die Lufthansa wird trotz des politischen Signals zur Senkung der Luftverkehrssteuer keine günstigeren Tickets garantieren. Stattdessen verweist das Unternehmen auf zahlreiche Kostenfaktoren, die unabhängig von der Steuer den Ticketpreis beeinflussen – etwa Gebühren für Flugsicherung und Sicherheitskontrollen, aber auch Angebot und Nachfrage. Die Diskussion um klimafreundliche Mobilität und den Anteil des Flugverkehrs an den deutschen CO2-Emissionen wird dabei ebenfalls weitergeführt: Während die Senkung der Ticketsteuer kurzfristig für Verbraucherinnen und Verbraucher attraktiv erscheint, wiegen ökologische Bedenken in der Politik weiterhin schwer. Wie Recherchen in aktuellen Medien zeigen, spalten die Maßnahmen weiterhin die Gemüter und reichen vielen Klimaschützer:innen noch nicht aus (siehe etwa Quelle: Spiegel Online). Etwas überraschend: Während sich die Bundesregierung insgesamt zur Attraktivität des Wirtschaftsstandorts bekennt, bleibt die Frage offen, wie viele Regionalflugplätze dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden können (Quelle: FAZ). Lufthansa selbst rückt dabei nicht nur Preis-, sondern auch Service- und Arbeitsplatzfragen zur Debatte (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Nach weiteren aktuellen Recherchen:

Schlagwort aus diesem Artikel