LZH Group zwei Jahre nach dem Management-Buy-out: Neue Horizonte und frischer Unternehmergeist

Wien – Zwei Jahre nachdem das Management die LZH Group übernommen hat, ziehen die Verantwortlichen rund um Geschäftsführer Rafael Lughammer eine vielschichtige Bilanz. Ihr Sprung in die Unabhängigkeit kam zu Zeiten, die in der Branche kaum herausfordernder hätten sein können. Trotz aller Widrigkeiten: Die Strategie, auf die eigenen Stärken und ein eingespieltes Team zu setzen, hat sich bewährt und neue Perspektiven eröffnet.

heute 11:41 Uhr | 5 mal gelesen

Wien – Zwei Jahre nachdem sich das Führungsteam der LZH Group an die Spitze gestellt hat, blickt das Unternehmen auf bewegte, aber auch wegweisende Monate zurück. Der Schritt aus der Obhut von Investoren in die unternehmerische Selbstbestimmung war kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung – doch fiel er mitten in einen Markt, den Unsicherheiten und Umbrüche gerade durchschüttelten. Rafael Lughammer, Geschäftsführer und einer der Köpfe hinter der LZH, erinnert sich: "Wir kannten die Materie, unsere Leute, unsere Projekte wie unsere eigene Westentasche und mussten nie daran zweifeln, dass wir gemeinsam Kurs halten würden – selbst, wenn Gegenwind überhandnahm." Unverrückbar bleibt das Ziel, leistbaren und nachhaltigen Wohnraum zu schaffen – eine Art Grundsatz, mit dem der Immobilienentwickler durch Standardisierung auch in Krisenjahren weiter punkten kann. Inzwischen ist die LZH breiter aufgestellt als zu früheren Zeiten. Neben der festen Verbindung zur Haselsteiner Familienprivatstiftung rücken Partnerschaften mit anderen Anlegern und eigene Bauvorhaben stärker in den Fokus. Die Palette an Dienstleistungen hat sich verbreitert: Neben schlüsselfertigen Immobilien verleiht die LZH ihrem Know-how neuen Glanz durch Einzelangebote – von Bauleitung, Planung und Ausschreibungen bis zu Vermietungs- und Verkaufssupport für externe Akteure. "Wir erfinden das Rad nicht neu, aber drehen es vielleicht einen Tick cleverer", bringt Lughammer den Pragmatismus des Unternehmens auf den Punkt. Die Anfangszeit nach der Übernahme war alles andere als ein glatter Start – Rollen mussten sich erst sortieren, Verantwortlichkeiten fanden ihre Form. Lughammer gesteht: "Die ersten Monate saß ich quasi mit Schlafbrille im Büro – all die offenen Fragen, Mitarbeiter, die sich neu orientieren mussten, und trotzdem diese risikogeladene Freiheit, plötzlich selbst die Richtung zu bestimmen. Inzwischen steuere ich lieber mit Zahlen, Strategie und – manchmal – Bauchgefühl." Diese neue Freiheit nutzt die LZH, um auch in Deutschland aktiv zu werden. Dort locken größere Märkte, ähnliche Probleme wie in Österreich, aber mindestens ebenso viele Chancen. Neben dem klassischen Kerngeschäft wagt man Ausflüge ins Zukunftsthema Energie (Stichwort: Energy as a Service) und in die Verwaltung von Racketsport-Anlagen – Diversifizierung, die gerade in unsicheren Zeiten Sicherheit und neue Ertragsquellen bringen soll. Die LZH Group bleibt damit mehr als eine normale Baufirma. Sie ist inzwischen ein kleines Ökosystem aus Planung, Bau, Management und Innovation – von Wohnungen über Sport bis zur Energieversorgung. Mit etwa 20 Mitarbeitenden und einem Netzwerk von Profis durchzieht das Unternehmen heute nicht nur Österreich, sondern wagt sich mit wachsendem Selbstvertrauen auch über die Grenze nach Deutschland.

Zwei Jahre nach der Übergabe an das eigene Management hat die LZH Group den Wandel erfolgreich gemeistert – von der strikten Fokussierung auf Wohnbauprojekte baut das Unternehmen inzwischen auf ein breiteres Portfolio. Der Aufbau neuer Partnerschaften, Innovationen im Bereich Energie und das Engagement am deutschen Markt zeigen ein Unternehmen, das sich aktiv gegen die Widrigkeiten der Branche stemmt. Neue Geschäftsfelder wie die Planung leistungsstarker Racketsport-Anlagen und das Angebot von Energie-Services sollen die Zukunftsfähigkeit der Gruppe sichern. Eine aktuelle Recherche nach Branchennachrichten zeigt: Die Baubranche in Mittel- und Westeuropa steht weiterhin vor großen Herausforderungen – steigende Baukosten, unsichere Zinsen, hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und ein Mangel an leistbarem Wohnraum dominieren die Debatte. Gleichzeitig wagen immer mehr mittelgroße Unternehmen den Schritt zu Diversifizierung, Digitalisierung oder zum Markteintritt ins Nachbarland. Über das Thema hinaus betont die aktuelle Presse, wie sehr Innovation und Anpassungsfähigkeit die Überlebensfähigkeit in volatilen Zeiten bestimmen – die LZH Group scheint damit mit ihrem Kurs nicht allein zu sein.

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