Maduro beteuert Unschuld vor US-Gericht – Nächster Termin im März

Nicolás Maduro, der frühere Präsident Venezuelas, hat sich bei seiner ersten Anhörung vor einem US-Bundesgericht für nicht schuldig erklärt. Gleichzeitig betonte er seinen Anspruch auf die Präsidentschaft Venezuelas und beschrieb sich als 'ehrlicher Mann'.

05.01.26 19:02 Uhr | 31 mal gelesen

Maduros Frau, Cilia Flores, beteuerte ihrerseits ebenfalls ihre völlige Unschuld und widersprach allen erhobenen Vorwürfen. Das US-Justizministerium beschuldigt Maduro unter anderem der Verschwörung zum Drogenschmuggel, Import von Kokain, Terrorismus und Besitz von Maschinengewehren sowie Sprengstoff – und das gleich mehrfach in Verbindung mit gemeinschaftlichem Handeln. Richter Alvin Hellerstein wies beide Angeklagten gründlich auf ihr Recht hin, mit Konsularvertretern sprechen zu dürfen; Maduro möchte diese Unterstützung nutzen. Sein Anwalt Barry Pollack sieht derzeit davon ab, eine Kautionsfreilassung zu beantragen, kann sich das aber für später vorstellen. Maduro bezeichnete seine Festnahme in Caracas vor Gericht als Ergebnis einer militärischen Entführung unter US-Führung. Für Flores schilderte ihr Anwalt, sie habe im Rahmen der Festnahme Verletzungen an den Rippen erlitten und benötige medizinische Betreuung. Das Gericht setzt die nächste Verhandlung auf den 17. März an. Was bis dahin geschehen wird? Der Ausgang – völlig offen, wie so vieles in diesem kafkaesken Ringen zwischen USA und Venezuela.

Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores stehen in den USA wegen schwerer Anklagen vor Gericht. Während beide ihre Unschuld beteuern, werfen US-Behörden ihnen massive Vergehen wie Drogenschmuggel und Terrorismus vor. Bemerkenswert an diesem Fall ist nicht nur die prominente Besetzung, sondern auch die politische Brisanz: Viele Beobachter fragen sich, wie legitim die Festnahme war – Maduro selbst spricht von 'militärischer Entführung' und zweifelt die rechtliche Grundlage an. Medien berichten zudem verstärkt über die angespannten diplomatischen Beziehungen zwischen Caracas und Washington, und dass internationale Menschenrechtsorganisationen das Vorgehen der US-Behörden kritisch beobachten. Aktuell bleibt offen, ob Maduro und Flores mit diplomatischer oder juristischer Hilfe aus ihrem Dilemma kommen; das Verfahren wird mit Argusaugen verfolgt, da es Signalwirkung für zukünftige Fälle von – nennen wir es höflich – 'grenzüberschreitender US-Justiz' haben könnte.

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