Friedrich Merz hat mitten auf dem G20-Gipfel den Nationalen Sicherheitsrat zur Beratung einberufen – ein deutliches Signal, wie angespannt und komplex die Ukraine-Lage derzeit ist. Der deutsche Beschluss, weiterhin an einer friedlichen Lösung mitzuarbeiten, ist auch als Reaktion auf den US-amerikanischen 28-Punkte-Plan zu sehen, dessen harte Forderungen – wie Gebietsverluste und Neutralität der Ukraine – in Europa breit abgelehnt werden. In aktuellen Hintergrundberichten etwa in der Süddeutschen Zeitung und der Zeit wird betont, wie rissig die westliche Einigkeit tatsächlich ist: Während sich Berlin und Paris klar gegen den US-Vorstoß stellen, gibt es innerhalb der EU immer wieder Reibungen, wie ein gemeinsamer Ukraine-Kurs aussehen müsste. Darüber hinaus berichten mehrere Medien, dass Russland seinen militärischen Druck auf der Ostfront erhöht hat (u.a. durch verstärkten Drohneneinsatz bei Charkiw), während die westliche Unterstützung immer stärker in innenpolitische Debatten einfließt. Auch Chinas Haltung bleibt ambivalent – Peking drängt auf Verhandlungen, verfolgt aber offensichtlich eigene Interessen.
22.11.25 22:37 Uhr