Nina Proll schlüpft in die Rolle von Lara, einer ambitionierten Immobilienmanagerin, die sich als Hobbygärtnerin getarnt in den Leipziger Kleingartenverein „Morgensonne“ einschleust. Ihr Auftrag: Sie soll Beweise für Regelverstöße sammeln, damit das Grundstück für einen lukrativen Neubau frei wird. Aber inmitten typisch sächsischer Gartendramen, verschrobener Nachbarn und dem Geruch von frisch geschnittenem Gras, verwischen für Lara die Grenzen zwischen Beruf und echtem Leben. Mit jedem Plausch vorm Zwiebelbeet und jedem Vereinsstress schwindet ihre professionelle Distanz – und plötzlich macht ihr Herz, was es will. Gedreht wird von Regisseurin Ruth Olshan mit bekannten Namen wie Lina Wendel, Steve Windolf, Uwe Preuss und Mai Duong Kieu an Prolls Seite – alles eingebettet in verschiedene Leipziger Gartenanlagen. Die Produktion liegt bei Departures Film und läuft im Auftrag von MDR sowie ORF, mit dem Ziel, die Komödie 2027 im Ersten zu präsentieren. Die Redaktion betreuen Franka Bauer (MDR) und Sabine Renner-Lehner (ORF).
Die Komödie „Morgensonne“ (AT), derzeit in Leipzig gedreht, wirft mit Witz, Charme und einer Prise Gesellschaftskritik einen liebevollen Blick auf die typische Kleingarten-Vereinskultur Ostdeutschlands. Die Geschichte um die getarnte Karrieristin Lara, gespielt von Nina Proll, thematisiert nicht nur den Clash zwischen Profitinteressen und Gemeinschaftsgeist, sondern sinniert auch über Identität, Zugehörigkeit und die unerwarteten Wendungen menschlicher Beziehungen. Was aktuell oft übersehen wird: Kleingartenanlagen stehen vielerorts zunehmend unter Druck, dem Bauboom zu weichen – laut aktuellen Medienberichten beschäftigen Gerichte und Kommunalpolitik deutschlandweit sich regelmäßig mit solchen Fällen, wie jüngst auch in anderen Großstädten; damit trifft der Stoff der Komödie einen gesellschaftlichen Nerv und bietet reichlich Gesprächsstoff rund um Heimat, soziale Vielfalt und urbane Räume in Zeiten von Wohnungsnot und Gentrifizierung.