Nouripour, Bundestagsvizepräsident der Grünen, lehnt jeglichen Einsatz der Bundeswehr im Gazastreifen ab und plädiert stattdessen für deutsches Engagement auf humanitärer, diplomatischer und Wiederaufbau-Ebene. Er sieht Deutschland und Europa insgesamt außen vor bei den wirklich entscheidenden Runden zum Nahost-Konflikt und kritisiert den schwindenden Einfluss, wobei er eine Anerkennung eines palästinensischen Staates für wenig sinnvoll hält. Angesichts geopolitischer Spannungen – die Ukraine-Krise, russische Drohnenbedrohung – fordert Nouripour zudem Zurückhaltung bei sicherheitspolitischen Alleingängen gegenüber Israel und will damit Deutschlands Abhängigkeiten nicht weiter verschärfen. Ergänzend: Laut aktuellen Berichten verschiedener Medien spitzt sich die humanitäre Lage im Gazastreifen weiter zu und mehrere europäische Länder diskutieren über neue Hilfsinitiativen, während die Bundesregierung vor einer Eskalation warnt und betont, dass eine Zwei-Staaten-Lösung weiterhin das Ziel bleibe. Auch das Thema Waffenexporte nach Israel bleibt höchst umstritten, vor dem Hintergrund jüngster Enthüllungen über mögliche militärische Lieferungen verbündeter Länder. Zugleich wurde diese Woche bekannt, dass in Brüssel Gespräche zwischen Vertretern der EU und arabischer Staaten stattfinden, die eine Verstärkung zivilgesellschaftlicher Kooperationen im Gazastreifen vorbereiten.
14.10.25 11:15 Uhr